Kultur-News
Stefania Becheanu erhält Musikpreis, On Stéitsch sucht junge Menschen
Was gibt es Neues aus der Luxemburger Kulturwelt? Und welche Events sollten wir uns vormerken? Das Tageblattpräsentiert ausgewählte Neuigkeiten und Tipps im Häppchen-Format.
Symbolbild: ausgewählte Kultur News im Überblick Foto: Pexels
Trierer Weltkulturerbe in der BNL
Die Nationalbibliothek unterhält neben ihrer Grundaufgabe auch ein ansehnliches Begleitprogramm in Form von Ausstellungen, Konferenzen oder Rundtischgesprächen zu recht unterschiedlichen Themen. Und blickt dabei auch schon mal über die nahen Grenzen hinaus, so etwa am 13. April mit einem Vortrag von Francesco Roberg zum Trierer Weltdokumentenerbe. Sie empfängt Redner aus dem In- und Ausland. Luxemburg ist mehrfach präsent in den UNESCO-Programmen, so etwa beim immateriellen Kulturerbe mit der Springprozession von Echternach.
Trier kann in vielfacher Hinsicht auf eine ruhmreiche Vergangenheit zurückblicken, so auch mit der Wissenschaftlichen Bibliothek der Stadt. Diese verwahrt „mit dem „Codex Egberti“ und dem „Ada-Evangeliar“ gleich zwei mittelalterliche Handschriften“, die international nicht nur als interessant gewertet werden, vielmehr haben die Einzug in das „Register des Weltdokumentenerbes“ der UNESCO gefunden. Die UNESCO greift im Rahmen dieses 1992 gegründeten „Memory-of-the-world-Programm“, Dokumente auf, „die von universeller Bedeutung für die Menschheit sind“. Die Liste umfasst mittlerweile 569 Einträge von Institutionen aus über 100 Ländern. Dazu gehören so unterschiedliche Dokumente und Objekte wie das „Heidi-Archiv“ oder das Patent für den „Motorwagen Nr. 1“ von Carl Benz.
Der Archivdirektor der Wissenschaftlichen Bibliothek der Stadt Trier, Priv.- Prof. Dr. Francesco Roberg wird in seinem Vortrag auf beide Handschriften eingehen und einen kurzen Ausblick auf die Wertschätzung derartiger Dokumente werfen. Diese Veranstaltung findet am 13. April um 19.00 Uhr in der Nationalbibliothek auf dem Kirchberg statt. (fw)
Stefania Becheanu gewinnt Musikpreis von QuattroPole
Am Mittwoch fand die 4. Ausgabe des Prix de musique QuattroPole im Arsenal Jean-Marie Rausch in Metz statt - und dabei wurde die französische Musikerin Stefania Becheanu (siehe Foto) für ihr Projekt Rencontrer l’ours ausgezeichnet. Sie setzte sich vor rund 150 Zuschauer*innen gegen Yliana Paolini (Luxemburg), Maria Teresa Treccozzi (Saarbrücken) und Bernd Thewes (Trier) durch. Becheanus Stück vermischt Performance mit Musik und Gestik, wird in der Pressemitteilung zu Preisvergabe als „expérience hypnotique“ beschrieben.
Gewann den Musikpreis von QuattroPole: Stefania Becheanu aus Metz Foto: QuattroPole
Die Jury bestand dieses Jahr aus Catherine Kontz und Cathy Krier (Luxemburg), Aurore Gruel und Gilles Sornette (Metz), Stefan Zintel und Jürgen Martin (Saarbrücken) sowie Wouter Padberg und Anne-May Krüger (Trier). Der Preis wird seit 2019 alle zwei Jahre vom Städtenetzwerk QuattroPole (Luxemburg/Metz/Saarbrücken/Trier) vergeben. Er ist mit 10.000 Euro dotiert und ehrt die Gegenwartsmusik. Im Mittelpunkt steht die digitale, innovative Kreation aus der Großregion. (ispi)
Die Bewerbung zum Fesitval On Stéitsch läuft
Das Kulturfestival On Stéitsch(26. September 2026, 14 bis 22 Uhr) geht in die nächste Runde: Jugendliche können sich noch bis zum 1. Mai via onsteitsch.lu einschreiben, um sich einen Platz im Schluechthausin Hollerich (Luxemburg-Stadt) zu sichern.
2008
fand die erste Ausgabe des Festivals On Stéitsch statt, bis heute organisiert vom Service national de la jeunesse
Einzelpersonen, Bands, Jugendhäuser oder Vereine – ihnen allen steht die Teilnahme offen. Die Möglichkeiten reichen von interaktiven Ständen bis hin zur Beteiligung an einer Gruppenausstellung. Der Eintritt zum Festival ist frei. Weitere Infos: onsteitsch.lu. (ispi)
Kultur-Events: pendeln, spenden, zusammekommen
Am Samstag, dem 18. April, kommen Kulturfans gleich doppelt auf ihre Kosten – sowohl Frühaufsteher*innen als auch Nachteulen. Das CID Fraen an Gender lädt von 10.00 bis 12.00 Uhr zur französischsprachigen Lesung mit Jessica Lopes und Charl Vinz in seine Räumlichkeiten (14, rue Beck, L-1222 Luxemburg-Stadt) ein. Lopes und Vinz tragen aus ihrem Sachbuch Temps de trajet vor: Das Paar dokumentiert darin den Arbeitsweg von Menschen, die in Luxemburg berufstätig sind. Lopes schrieb, Vinz fertigte Illustrationen an. Nach der Lesung berichten Betroffene aus dem Reinigungssektor von ihrem Alltag. Die entsprechende OGBL-Gruppe und das CID Fraen an Gender stellen im Anschluss ihre Forderungen vor. Der Austausch mit dem Publikum ist erwünscht. Der Eintritt ist frei. Ab 9.30 Uhr stehen Kaffee sowie süße Teilchen bereit. Eine Anmeldung via info@cid-fg.lu ist erwünscht.
We believe in the power of bringing people together by highlighting marginalized stories and in the importance of giving those who are outside of the mainstream the opportunity to shine and showcase their gifts
déi aner
Kollektiv
Wer um die Uhrzeit noch schläft, kann sich um 19.00 Uhr in die Rockhal nach Belval begeben: Dort steigt das MooFest – ein Festival-Abend mit Bands aus Luxemburg und zum guten Zweck. Die Einnahmen durch den Ticketverkauf (21 Euro) und die Gagen gehen an die Fondation Thierry Van Werveke. Die Stiftung bietet jungen Menschen in Not Hilfe an, unter anderem durch die Beteiligung an Kultur-Projekten. Das Team ist beim MooFest mit einem Info-Stand vertreten. Es würdigt an dem Abend zudem verstorbene Künstler aus Luxemburg – Alain Hertges, Jean-Paul Endré (Teacher), Pascal Alff (De Pascal vu Wooltz) und Petz Schaack (Obelux). Was musikalisch auf dem Programm steht: Rock, Punk und Metal von MooF (Headliner), Scarlet Anger, Weakonstruction, Superdrive und Fallen Lies. Mehr Infos und das komplette Programm gibt es auf rockhal.lu.
Sie sind am kommenden Wochenende schon verplant? Am Freitag, dem 24. April, präsentiert das Kollektiv déi anersein Print-Magazin und feiert sein dreijähriges Bestehen. Bisher publizierte es seine Artikel und Beiträge nur online, jetzt erscheinen sie in einem Print-Zine. Es gibt einen Kreativmarkt mit Workshops (18.30 bis 20.30 Uhr), Live-Auftritte (20.30 bis 21.30 Uhr) - unter anderem von ÆM und Oke - und DJ-Sets (21.30 bis 1.00 Uhr) von Djana Su und Yoni. Treffpunkt sind die Rotondes in Luxemburg-Stadt. Der Eintritt ist frei, Infos auf rotondes.lu. (ispi)