Alain spannt den Bogen

Standing Ovations für grandiosen Bruckner

Mit den Wiener Philharmonikern und dem ältesten noch praktizierenden Dirigenten der Welt wurde am vergangenen Samstag die neue Spielzeit in der Philharmonie eingeläutet. Mit zwei Kernstücken aus dem eigenen Repertoire hat der 94-jährige Herbert Blomstedt die Messlatte hoch gelegt: Die Aufführungen der Symphonie Nr. 8 D 759 „Unvollendete“ von Franz Schubert und der 4. Symphonie von Anton Bruckner quittierten die begeisterten Zuhörer mit Standing Ovations. Ein regelrechter Paukenschlag demnach, der den Ton für den Rest der Saison angeben soll.  

Mit den Wiener Philharmonikern läutete Dirigent Herbert Blomstedt nun die neue Spielzeit in der Philharmonie ein – und sorgte dabei für einen regelrechten Paukenschlag

Mit den Wiener Philharmonikern läutete Dirigent Herbert Blomstedt nun die neue Spielzeit in der Philharmonie ein – und sorgte dabei für einen regelrechten Paukenschlag Foto: Philharmonie Luxemburg/Sébastien Grébille

Er ist mittlerweile 94 Jahre alt und immer noch aktiv. Der Dirigent Herbert Blomstedt (Jahrgang 1927) ist der älteste noch praktizierende Dirigent der Welt. Und das ist er mit Leib und Seele. Auch heute noch sind seine Interpretationen erfüllt von Leben und Frische, von Augenzwinkern und Gestaltungsfreude. Wie man letztes Jahr anlässlich seines Auftritts beim Lucerne Festival feststellen konnte, wo er mit der damals fast 80-jährigen Pianistin Martha Argerich einen ungemein frischen und jugendlichen Beethoven interpretierte.

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