Verdacht auf Körperverletzung von Kindern

Staatsanwaltschaft lässt Crèche in Petingen durchsuchen

Mehrere Meldungen gingen in den vergangenen Tagen bei der Staatsanwaltschaft ein – und die hat reagiert. Eine Crèche in Petingen wurde am Mittwoch durchsucht.

Kinderkleidung hängt zum Trocknen in einer Kita-Garderobe, bunte Jacken und Mützen sichtbar

Kleidung von Kindern hängt in einer Kita Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa

Die Staatsanwaltschaft hat eine Crèche in Petingen durchsuchen lassen. Zwischen dem 30. Januar und dem 4. Februar seien mehrere Meldungen über das Bildungsministerium bei der Staatsanwaltschaft eingegangen, teilt diese am Donnerstagmorgen in einem Presseschreiben mit. Der Verdacht der Justiz: vorsätzliche Körperverletzung an Minderjährigen unter vierzehn Jahren.

Denn: Die in den Meldungen geschilderten Tatsachen würden möglicherweise einen Verstoß gegen Artikel 401bis des Strafgesetzbuches darstellen, schreibt die Staatsanwaltschaft. Deswegen habe sich am 4. Februar ein Untersuchungsrichter damit befasst – und einen Durchsuchungs- sowie Beschlagnahmungsbefehl erlassen.

Die Durchsuchung fand noch am Abend des gleichen Tages statt. Davon betroffen war neben der Crèche auch der Hauptsitz des Betreibers. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern derzeit an.

Bürgermeister reagiert

„Wird eine Durchsuchung durchgeführt, dann müssen die Vorwürfe schwerwiegend sein“, sagt der Petinger Bürgermeister Jean-Marie Halsdorf. Er sei am Morgen über den Fall informiert worden, kurz ehe die Informationen an die Presse gingen. 32 Kinder seien in der betroffenen Crèche eingeschrieben, den Namen der Einrichtung will er nicht preisgeben.

„Da es sich um ein Unternehmen in privater Hand handelt, haben wir keinerlei Befugnis, um uns in die Abläufe in der Crèche einzumischen. Uns sind schlicht die Hände gebunden. Wenn aber Eltern auf uns zukommen und um Hilfe bitten – etwa, um ihre Kinder im Falle einer Schließung woanders unterzubringen –, dann werden wir tun, was wir können.“ (joé, dr)

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