Archäologie
Spektakulärer Fund aus dem Mittelalter: Laser-Scan per Hubschrauber enthüllt verborgene Schlossanlage in Esch
Esch hat jetzt sein eigenes Schloss. Die Gemeinderäte waren sich am vergangenen Freitag einig: Darauf sind sie stolz. Doch was hat es mit dem mittelalterlichen Fund namens „Schlassbësch“, irgendwo zwischen dem Ellergrund und Audun-le-Tiche, auf sich?
Im Wald zwischen dem „Ellergronn“ und Audun-le-Tiche befinden sich die Überreste einer mittelalterlichen Hochburg – verborgen unter Bäumen, Erde, Moos und Laub Foto: Editpress/Claude Lenert
„Etwa drei Kilometer südlich des Stadtzentrums von Esch/Alzette erhebt sich zwischen dem Ellergronn und der Eisekaul ein sich nach Nordwesten vorschiebender Bergrücken mit Namen Hénzebierg, der bei 387 m NN seinen höchsten Punkt erreicht. Nur 1,9 Kilometer westlich davon liegt das Städtchen Audun-le-Tiche (Deutsch-Oth). Heute durchquert ein Waldweg, vormals eine Gleisstrecke, die Trümmerstelle einer Burganlage.“ So geheimnisvoll, fast wie ein Märchen, beginnt der Bericht des „Centre national de recherche archéologique“ (CNRA) und der „Commission des sites et monuments nationaux“. In dem Schreiben erläutern sie, weshalb es ihrer Meinung nach wichtig ist, die Trümmerstelle, bestehend aus Teilen der Ummauerung, eines Saalbaus sowie eines Rechteck- und eines Rundturmes der mittelalterlichen Höhenburg, unter Denkmalschutz zu stellen.