American Motor Show
Rasante Stunts und Monstertrucks sorgen in Esch für Nervenkitzel
Riesige Reifen, eine Feuerwand und ein orangefarbener BMW, der auf zwei Rädern über den Asphalt jagt: Die American Motor Show ist noch bis zum 30. August in Esch zu Gast.
Die Stunts sind nicht immer ungefährlich Foto: Christian Schaack
Seit fünf Generationen besitzt die Familie einen Zirkusbetrieb. Vor drei Jahren wurde jedoch ein neues Kapitel aufgeschlagen: Aus dem klassischen Zirkus wurde die American Motor Show. Der Grund für den Wechsel war durchaus pragmatisch: Man wollte ein breiter gefächertes Publikum erreichen.
Schon vor Beginn der eigentlichen Show dürfen die kleinen Besucher den großen Maschinen ungewöhnlich nahekommen. Wer möchte, kann als Passagier ein paar Runden in einem Bigfoot-Truck drehen. Außerdem besteht die Möglichkeit für die Kleinen, unter Obhut Quad zu fahren. Dann geht es richtig los. Showmaster Maiki Prein und sein Bruder führen mit Mikrofonen und Musik durch den Abend. Hollywoodstunts werden abgespult, Freiwillige aus dem Publikum fahren mit und Malachie, Maikis sechsjähriger Sohn, driftet wie ein Profi in einem Miniquad herum.
Groß, laut, spektakulär
Es folgen Drifting auf nassem Untergrund, qualmende Reifen und eine durchbrochene Feuerwand. Dieser Stunt hat bei den Preins eine besondere Note: Er wird von einer Frau gefahren – eine in Europa einzigartige Nummer, wie die Familie betont.
Schon rollen die Bigfoot-Monstertrucks vor. Das Prinzip ist bis heute äußerst simpel geblieben: möglichst groß, laut und spektakulär. Es werden neue Autowracks aufgestellt, welche die Bigfoots anschließend plattwalzen.
Wo und wann?
Am Mittwoch um 18 Uhr, Freitag und Samstag um 20 Uhr sowie am Sonntag um 18 Uhr können Interessierte das Spektakel am Parkplatz Raemerich miterleben.
Dass dabei nicht immer alles nach Drehbuch läuft, gehört zum Beruf. Jede Vorstellung ist ein wenig anders, öfters wird improvisiert und Pannen sind immer möglich. Verletzungen sind ebenfalls nicht ausgeschlossen. Das musste Maikis Bruder Maeven schmerzhaft erfahren. Beim Wiedereinstieg in das auf zwei Rädern fahrende Auto brach er sich zwei Rippen. Aufgeben? Keine Option. Er beendete die Show anschließend im Bigfoot-Truck.
Von April bis Anfang November ist die Familie unterwegs, jedes Jahr mit einer neu entwickelten Show. Nach Esch geht die Reise weiter nach Metz und Nancy, weitere Etappen auf ihrer Tour de France. Eine Tatsache macht der Familie allerdings zunehmend Sorgen: Immer mehr Bürgermeister reagieren ablehnend auf Anfragen für Gastspiele. Umso positiver sei deshalb die Erfahrung in Esch, wo die Stadtverwaltung offen und konstruktiv reagierte.