Jang de Blannen
Vor 80 Jahren holte Luxemburg den Gründer der Schueberfouer nach Hause
Wer Schueberfouer sagt, denkt auch an ihren Gründer: Jang de Blannen, der am 26. August 1346 in der Schlacht von Crécy fiel. Vor 80 Jahren wurden seine Gebeine nach langer Odyssee nach Luxemburg zurückgebracht. Das Land empfing ihn mit einem Staatsakt. Das Tageblatt blieb nüchtern. Auch die Toskana gehört zu dieser Geschichte.
Wiedervereinigung der besonderen Art: Das hölzerne Monument hatte König Johanns Gebeine bereits im späten 17. Jahrhundert in Neumünster aufgenommen Foto: Editpress/Alain Rischard
Im toskanischen Buonconvento, nahe Siena, erinnert ein kleiner, heute vernachlässigter, Platz an „Arrigo VII di Lussemburgo“. Heinrich VII., Graf von Luxemburg und römisch-deutscher König, war 1310 nach Italien gezogen. Er wollte sich zum Kaiser krönen lassen und zugleich die kaiserliche Herrschaft in Italien stärken. 1312 wurde er in Rom gekrönt. Fast drei Jahre blieb Heinrich im Land und kämpfte unter anderem gegen Florenz und Neapel. Am 24. August 1313 starb er in Buonconvento, vermutlich an Malaria. Bestattet wurde er im Dom von Pisa.
Mit Heinrichs Tod wurde sein erst 17-jähriger Sohn Johann Graf von Luxemburg. Johann mischte als König von Böhmen in der europäischen Politik seiner Zeit mit – in Luxemburg aber blieb er vor allem als Gründer der Schueberfouer in Erinnerung.