Luxemburg-Stadt

Projekt für Ukrainerinnen ist beendet – Bonneweger Hotel „Graace“ bleibt dennoch Flüchtlingsunterkunft

Im Hotel „Graace“ in Luxemburg-Stadt sollen Ende Januar wieder Geflüchtete einziehen – nachdem ein Projekt von „Hëllef um Terrain“ (HUT) und der Stadt Luxemburg im August dort geendet hatte. In der Folge mussten junge Frauen aus der Ukraine die Unterkunft verlassen.

Vorbereitungen im Hotel Bonneweg für Aufnahme von Menschen mit vorübergehendem Schutzstatus

Aktuell laufen in dem Hotel in Bonneweg die Vorbereitungsarbeiten, um dort erneut Menschen mit vorübergehendem Schutzstatus aufzunehmen Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

„Wir wollen das Projekt weiterführen und gemeinsam mit HUT eine Lösung finden“, sagte Patrick Goldschmidt (DP) vor fast einem Jahr im Gespräch mit dem Tageblatt. Dabei bezog sich der für die Dienststelle vom kommunalen Immobilieneigentum zuständige Schöffe der Stadt Luxemburg auf ein Projekt für geflüchtete Frauen aus der Ukraine, das die Gemeinde 2022 nach der Verschärfung des Angriffskriegs von Russland auf die Ukraine ins Leben gerufen hatte. Die Stadt wollte helfen und mietete rund 30 Zimmer des neuen Hotels „Graace“ in Bonneweg. Trägerin der Unterkunft war die Caritas und später „Hëllef um Terrain“ (HUT).

Fast ein Jahr nach der Ankündigung von Patrick Goldschmidt, das Projekt fortführen zu wollen, ist nun klar: Das Hilfsangebot in Bonneweg ist inzwischen Geschichte. Denn die Stadt Luxemburg und der Hotelbesitzer haben den eigentlich noch drei Jahre laufenden Mietvertrag auf Wunsch des Eigentümers einvernehmlich aufgelöst. Darüber informierte Patrick Goldschmidt bereits im August auf Nachfrage. Inzwischen hat die Gemeinde laut deren Pressestelle auch keinen Kontakt mehr zum Betreiber.

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