Sanfte Mobilität
ProVelo fordert rasche Umsetzung des Radwegekonzepts in Luxemburg-Stadt
ProVelo begrüßt das neue Konzept für sanfte Mobilität der Stadt Luxemburg, fordert aber konkrete Schritte. Die Umsetzung müsse noch in dieser Legislaturperiode folgen.
ProVelo fordert ein durchgängiges und sicheres Radwegenetz in Luxemburg-Stadt Symbolbild: Editpress/Julien Garroy
Vor rund zwei Wochen hat die Stadt Luxemburg ihr neues Konzept für sanfte Mobilität vorgestellt. ProVelo begrüßt die geplanten Maßnahmen, fordert jedoch einen konkreten Aktionsplan mit Zeitplan, Prioritäten und Finanzierung. Die Umsetzung müsse noch in der laufenden Legislaturperiode beginnen, schreibt die Organisation in einer Pressemitteilung am Dienstag.
Bisher nur Einzelprojekte umgesetzt
Zu den positiv bewerteten Vorhaben gehören die Neugestaltung der Kreuzung boulevard Royal und avenue Marie-Thérèse, eine Radverbindung im unteren Teil der avenue de la Liberté sowie Verbesserungen der Radstraßen. Das Konzept schaffe die Grundlage für ein sicheres und zusammenhängendes Radwegenetz.
Seit dem Start des Mobilitätsplans 2021 seien jedoch vor allem Einzelprojekte umgesetzt worden, kritisiert ProVelo. Dabei sieht der Plan bis 2035 einen Anstieg der Verkehrsbewegungen um 33 Prozent vor. Die zusätzliche Nachfrage müsse vor allem durch aktive Mobilität und den öffentlichen Nahverkehr aufgefangen werden.
Sicherheit auch während Bauarbeiten
Die Organisation fordert eine genaue Zeitplanung, eine Prioritätenliste mit Budgets sowie klare Zuständigkeiten für jedes Projekt und öffentliche Fortschrittsberichte. Die Umsetzung dürfe nicht bis zu den Kommunalwahlen 2029 aufgeschoben werden.
Gleichzeitig müsse die Qualität stimmen, betont ProVelo: Auch während Bauarbeiten seien sichere und durchgehende Wege für Radfahrer und Fußgänger zu gewährleisten. (DJ)
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