Mindestens 400 Betroffene
„Ich bin schuld, dass Papa Mama haut“: Wie Kinder in Luxemburg unter häuslicher Gewalt leiden
Bei Gewalt innerhalb der Familie liegt der Fokus oft auf dem Opfer und dem mutmaßlichen Täter. Kinder dagegen bleiben in ihrem Leiden oft unsichtbar, obwohl sie als Zeugen fast immer mitbekommen, was passiert. Das hat fatale Konsequenzen – sowohl kurz- als auch langfristig.
Das Leiden der Kinder wird oftmals erst sichtbar, wenn Zeugen die Polizei einschalten Illustratiom: Kim Kieffer
Dienstagabend, 22 Uhr. Das Blaulicht eines Polizeiautos erhellt die Fassade des Hauses der Familie Muller. Zwei Polizisten stehen ein paar Meter abseits der Haustür und reden auf einen aufgebrachten Herrn Muller ein. Drinnen im Haus steht eine Polizistin vor der Couch, auf der sich eine verweinte Frau Muller und die Kinder Nathalie (5) und Samuel (9) aneinanderklammern.