Esch
„Plan d’aménagement général“ verabschiedet – Streit um Wohngemeinschaften geht weiter
Die unendliche Geschichte des neuen „Plan d’aménagement général“ (PAG) für Esch hat gestern mit der Verabschiedung im Gemeinderat gegen die Stimmen der Opposition ein vorläufiges Ende gefunden. Wobei das dicke Ende noch kommen könnte, denn der PAG muss nun grünes Licht vom Innenministerium erhalten. In Anbetracht der Vorgeschichte ist das durchaus fraglich. Sowohl Innenministerin Taina Bofferding (LSAP) als auch Wohnungsbauminister Henri Kox („déi gréng“) hatten den Escher Bebauungsplan scharf kritisiert.
Unter Beschuss: Bürgermeister Georges Mischo (CSV) Foto: Editpress/Julien Garroy
Nein, das war kein Glanzstück für Esch: In der Regel soll ein allgemeiner Bebauungsplan von sämtlichen Parteien eines Gemeinderats mitgetragen werden, ist er doch über Jahr(zehnt)e das Hauptinstrument zur Steuerung der städtebaulichen Entwicklung. Und die ist in Esch als Universitätsstadt, als Schmelztiegel der Kulturen und in Hinblick auf das Bevölkerungswachstum von fundamentaler Bedeutung. Neben der Bebauung werden auch Verkehrskonzepte, Grünflächen, Gebäudeschutz oder die wirtschaftliche Entwicklung determiniert.