Codewort für mehr Sicherheit

Offizieller Start von „Ask for Angela“: Diese Lokale machen zum Auftakt mit

Mit dem Codewort „Angela“ können Menschen in unangenehmen Situationen künftig auch in Luxemburg unauffällig Unterstützung anfordern.

„Ask for Angela Schild in Bar für mehr Sicherheit beim Ausgehen und Schutz vor Belästigung“

„Ask for Angela“ soll den Menschen beim Ausgehen mehr Sicherheit geben Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Wer sich in einer Bar oder bei einer Veranstaltung unsicher oder belästigt fühlt, kann künftig auch in Luxemburg unauffällig Hilfe erhalten. Möglich macht das die Initiative „Ask for Angela“, die jetzt offiziell gestartet ist. Wie der Verein am Montag mitteilte, beteiligen sich zum offiziellen Start zehn Veranstaltungsorte an der Initiative: Amore Pasta Club, Bazaar, Caribou Karaoké, Mamacita, Paname und Urban City in Luxemburg-Stadt sowie Café Saga und Urban Belval in Belval, Kantin in Düdelingen und La Familia in Grevenmacher.

Unterstützung wächst weiter

Mehr als 100 Mitarbeitende wurden bereits geschult und drei weitere Veranstaltungsorte in der Hauptstadt bereiten derzeit ihren Beitritt vor: Bonne Nouvelle, Déieregaart Lounge Bar und Liquid Bar. Auch 86 Freiwillige der Pride haben die Schulung abgeschlossen und stehen am Veranstaltungswochenende in Luxemburg-Stadt als Ansprechpersonen zur Verfügung. Die Initiative wurde ohne öffentliche Gelder finanziert und durch private Beiträge sowie eine Spende von AXA ermöglicht.

Auch die öffentliche Unterstützung wächst: „Mehr als 250 Personen haben bereits das öffentliche Ask-for-Angela-‚Versprechen‘ unterzeichnet und sich verpflichtet, nach Möglichkeit teilnehmende Lokale zu wählen“, heißt es in der Pressemitteilung. Dies zeige eine wachsende Nachfrage. Die Teilnahme an „Ask for Angela“ werde somit zu einer „Sicherheitsmaßnahme für die Kunden“ und einer „geschäftlichen Anregung für die Unternehmen“.

So funktioniert „Ask for Angela“

„Ask for Angela“ ist eine Schutzinitiative, die es den Menschen ermöglicht, diskret Hilfe anzufordern, ohne ihre Situation erklären zu müssen. Wer sich beim Ausgehen unwohl, unsicher oder belästigt fühlt, kann nach „Angela“ fragen. Das Personal teilnehmender Lokale ist geschult, das Codewort zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Das Konzept stammt aus Großbritannien und wird vor allem im Horesca-Bereich genutzt: in Bars, Nachtclubs oder auch Restaurants. In Luxemburg wird die Initiative vollständig durch Freiwillige getragen.

Teilnehmende Lokale sind über das Online-Verzeichnis der Asbl aufrufbar. Zudem sind Aufkleber in ihren Fenstern angebracht. Plakate in den Toiletten informieren darüber, wie Betroffene diskret Hilfe anfordern können.

Mehr Informationen gibt es auf www.askforangela.lu. (les)

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