Roodt/Syr

Nach Vandalismus-Fall in Grundschule: Drei Minderjährige als mutmaßliche Täter identifiziert

Wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilt, wurden im Rahmen des Vandalismus-Vorfalls in der Grundschule von Roodt/Syr drei Minderjährige als mutmaßliche Täter identifiziert. Die Ermittlungen dauern an.

Wütende Jugendliche beschädigen Grundschule in Roodt/Syr während der Ostertage

Mutmaßlich Minderjährige wüteten über die Ostertage in der Grundschule von Roodt/Syr Foto: Gemeinde Betzdorf/Marc Ries

Nach dem Vandalismus-Vorfall in der Grundschule von Roodt/Syr wurden drei Minderjährige im Alter von 13, 15 und 16 Jähren als mutmaßliche Täter identifiziert. Das teilt die Staatsanwaltschaft am Freitag in einem Presseschreiben mit. Im Laufe der Ermittlungen habe die Staatsanwaltschaft u.a. Hausdurchsuchungen angeordnet. Derzeit würden beschlagnahmte Gegenstände ausgewertet, um die Rolle und die Beteiligung jedes einzelnen der betroffenen Minderjährigen genau zu bestimmen.

Darüber hinaus betont die Staatsanwaltschaft, dass die verursachten Sachschäden beträchtlich seien und erhebliche zivilrechtliche Folgen nach sich ziehen würden. Sie erinnert daran, dass die gesetzlichen Vertreter der Minderjährigen verpflichtet werden können, für die verursachten Schäden finanziell aufzukommen. Die den Teenagern vorgeworfenen Taten fallen dabei laut Presseschreiben in den rechtlichen Rahmen des Jugendschutzgesetzes: „À ce titre, les mineurs concernés feront l’objet d’un suivi et de mesures adaptées, décidés par les autorités compétentes, dans une logique à la fois éducative et responsabilisante.“

Was war passiert?

Über Ostern wurde in die Grundschule von Roodt/Syr eingebrochen. Anschließend hatten die verdächtigten Minderjährigen wohl teilweise mit Feuerlöschern auf informatisches Material eingeschlagen. Die Spur der Verwüstung zog sich dabei durch alle Klassenräume. Tische wurden umgehauen, Pflanzen zerstückelt, ein Glasboden beschädigt und mehrere Glasscheiben zerbrochen. Vor allem die elektronischen Geräte, darunter Laptops und Flachbildschirme, standen im Fokus der Zerstörungswut. Bürgermeister Marc Ries (CSV) sagte am Mittwoch gegenüber dem Tageblatt: „Sie haben gezielt versucht, größtmöglichen Schaden anzurichten.“

Im vergangenen Monat verzeichnete die Gemeinde vermehrt Fälle von Vandalismus, darunter die Zerstörung öffentlicher Toiletten. Dreimal wurden Feuerlöscher geleert. Mittlerweile seien Kameras installiert worden, um die Orte zu überwachen, erläuterte Ries. „Wegen des Vandalismus haben wir beschlossen, die Toiletten vorübergehend zu schließen.“

Die Staatsanwaltschaft schreibt dabei von einem gesellschaftlichen Phänomen, das derzeit verstärkt beobachtet werde: „Où des comportements délinquants chez certains mineurs, notamment sous l’effet de dynamiques de groupe ou d’influences extérieures, tendent à se manifester de manière plus visible.“

In den sozialen Netzwerken häuften sich in den vergangenen Jahren Videos, in denen Minderjährige an sogenannten „Challenges“ teilnahmen und absichtlich Schuleinriichtungen zerstörten. Im Fokus standen dabei Toiletten und Feuerlöscher. Im Fall von Roodt/Syr seien die Ermittlungen noch im Gange, schreibt die Staatsanwaltschaft.

Eingeschlagene Fensterscheiben am Tatort, zerstörtes Glas bei Einbruch oder Vandalismus sichtbar

Eingeschlagene Fensterscheiben am Tatort Foto: Gemeinde Betzdorf/Marc Ries

1 Kommentare
JJ 10.04.202614:31 Uhr

K I. Keine Intelligenz
Aber dass ihnen als Minderjährige nichts passiert,die Eltern und Versicherung aufkommen müssen,wissen sie sehr wohl. Da kann man auch schon mal dem Lehrer einen Kugelschreiber in die Kniescheibe rammen. Oh mei.

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