Kurioses
Mit versteckter Botschaft am „Hämmelsmarsch“ zeigte Wil Lofy Humor
Der Bildhauer Wil Lofy ist tot. Der Künstler war nicht nur bekannt für seine volksnahen Statuen wie die „Maus Kätti“, sondern auch für seine nette und manchmal spitzbübische Art. Wie er diese in seiner Kunst ausdrückte, zeigt eine versteckte Beschriftung an einem seiner berühmtesten Werke: dem „Hämmelsmarsch“ in Luxemburg-Stadt.
Ein verschmitzt-gelassenes Lächeln: Kein Gesichtsausdruck könnte besser bei dem Ziehharmonikaspieler des „Hämmelsmarsch“ passen, durch den sich Wil Lofy selbst verewigte Foto: Editpress/Christine Lauer
„So geht alles vorbei.“ Der Passant, der am Dienstagmorgen vor der „Hämmelsmarsch“-Skulptur am hauptstädtischen „Roude Pëtz“ steht, trägt einen Strauß gelber Blumen und einen Stein in den Händen. Letzterer dient als Briefbeschwerer für die auf Papier gedruckte Botschaft, die er neben die bronzenen Hufe eines Schafs legt: „Adieu l’artiste Wil Lofy – sculpteur“ steht darauf. „Persönlich habe ich ihn nicht gekannt“, erzählt der Mann. „Aber ich habe ihn noch letzte Woche mit seiner Tochter auf dem Pariser Platz gesehen.“ Er steht noch einen kurzen Moment vor der Statue, bevor er weitergeht. „Das war ein Mensch.“