Neujahrstour der Schornsteinfeger

Mit Glück im Gepäck durch Luxemburg

Zum Jahresbeginn zogen Luxemburgs Schornsteinfeger*innen wieder auf Neujahrstour durch Ministerien und Verwaltungen. Ein alter Brauch, der mehr ist als Folklore.

Schornsteinfegerinnen besuchen das historische Rathaus der Stadt Luxemburg bei offizieller Veranstaltung

Besuch der Schornsteinfeger*innen im Rathaus der Stadt Luxemburg Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Am Freitag zogen sie wieder los auf Neujahrstour durch Luxemburg: die Schornsteinfeger*innen der „Fédération du génie technique“. Früh am Morgen trafen sie sich auf Kirchberg, bei der „Chambre des métiers“, dann ging es im Bus von Institution zu Institution. Zum Staatsministerium, zur Abgeordnetenkammer, ins Rathaus der Hauptstadt, später weiter nach Grevenmacher und Echternach. Ein traditioneller Parcours, der am späten Nachmittag beendet wurde.

Es ist einer dieser Gebräuche, die mehr sind als Folklore. Schornsteinfeger*innen stehen für Ordnung im Verborgenen, für Sicherheit dort, wo man nicht hinschaut. Und sie bringen, so will es der Volksglaube, Glück. Vielleicht gerade deshalb öffnen sich ihnen jedes Jahr die Türen der Ministerien und Verwaltungen als freundliche Erinnerung daran, dass auch Politik und Verwaltung nur dann funktionieren, wenn im Hintergrund jemand dafür sorgt, dass nichts verrußt, verstopft oder in Brand gerät.

Ein bisschen Glück im Gepäck kann gerade in diesen Zeiten wohl jeder brauchen.

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