Ausbeutung

Misshandlungen, Beleidigungen und fehlende Hygiene bei Jost

Nachrichten über Jost sind selten gute Nachrichten: Das Logistik-Unternehmen mit Sitz in Weiswampach hat in der Vergangenheit bereits wegen Sozialdumping und schlechter Arbeitsbedingungen von sich reden gemacht. Diese Vorwürfe erneuern nun belgische Medien und die belgische Gewerkschaft CSC Transcom.

Die Management-Zentrale von Jost in Weiswampach

Die Management-Zentrale von Jost in Weiswampach Foto: Editpress/Anne Lommel

Der belgische Ableger der Jost-Gruppe chartert belgischen Medien zufolge alle zwei Wochen ein Flugzeug, um 160-180 rumänische Arbeitnehmer zwischen Maastricht und Bukarest zu verschieben. Diese fahren dann die LKWs des Logistikunternehmens auf belgischen und internationalen Straßen, mutmaßlich aber mit rumänischen Arbeitsverträgen und Löhnen. Gleichzeitig befinden sich 21 der 38 Fahrer, die in Luxemburg angestellt sind, in Kurzarbeit. CSC Transcom und auch Paul Glouchtiski vom LCGB halten es für nicht unwahrscheinlich, dass der Konzern auf diese Weise Sozialdumping betreibt. Der Luxemburger Staat übernimmt überdies die Lohnfortzahlung der Fahrer in Kurzarbeit.

Wie belgische Mitarbeiter überdies gemeldet haben, sei die Unterbringung der Fahrer von Jost in Herstal bei Lüttich jenseits allem Menschenwürdigen: Misshandlungen und Beleidigungen stünden auf der Tagesordnung, nur drei Duschen und zwei Toiletten stünden für über 100 Fahrer zur Verfügung. Den erweiterten Gesundheitsvorschriften nach den Covid-19-Gesetzen soll ebenfalls keine Rechnung getragen werden. Vor dem Hintergrund erneuert der LCGB seine Forderung, an die ITM („Inspection du travail et des mines“), ihre Kontrollen zu verstärken, „um solche beklagenswerten Situationen in Luxemburg zu vermeiden“.

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