76. „Drauwen- a Wäifest“

Lynn Asselborn ist neue Weinkönigin: Was Maacher am Wochenende zu bieten hat

Lynn Asselborn ist seit Freitagabend die neue Luxemburger Weinkönigin. Doch nach der Krönung wird in Maacher weitergefeiert: Am Samstag und Sonntag stehen Musik, Umzüge und Feuerwerk auf dem Programm. Ein Überblick.

Lynn Asselborn wurde am Freitagabend zur neuen Luxemburger Weinkönigin gekrönt

Lynn Asselborn wurde am Freitagabend zur neuen Luxemburger Weinkönigin gekrönt Foto: Editpress/Julien Garroy

„Besser als Nationalfeiertag“, sagen jene, die zur treuen Fangemeinde des Wein- und Traubenfestes in Grevenmacher gehören. Dass Großes bevorsteht, zeigt sich seit Wochen, wenn nicht Monaten, in vielen Gesprächen. Spätestens seit Donnerstag ist es auch in der Stadt nicht mehr zu übersehen: Kühlschränke und Getränkestände werden herbeigeschafft, und beim „Buer“ mitten in der Fußgängerzone entsteht eine Bar der Extraklasse. Die Moselmetropole wirft sich in Schale, um drei Tage lang zu feiern.

Seit Freitagabend hat der Luxemburger Wein eine neue Botschafterin. Lynn Asselborn wurde im Kulturzentrum Machera zur 76. Luxemburger Weinkönigin gekrönt. Sie tritt die Nachfolge von Jill Wagner an, die das Amt während des vergangenen Jahres ausgeübt hat. Der neuen Weinkönigin stehen die Prinzessinnen Anne, Noémie und Lana zur Seite.

Gelassen vor der Krönung

Am Dienstagabend war Lynn gemeinsam mit den Prinzessinnen und Mitgliedern des „Comité des fêtes“ zu Besuch in der Editpress-Druckerei. Dort wurde auch die Sonderbeilage zum Fest gedruckt. Als Lynn ihr Foto auf der Titelseite sah, war ihr die Begeisterung anzumerken. Nervös wegen ihres künftigen Amtes wirkte sie hingegen keineswegs.

Königlicher Besuch in der Tageblatt-Druckerei: Lynn Asselborn (2.v.r.) mit Entourage

Königlicher Besuch in der Tageblatt-Druckerei: Lynn Asselborn (2.v.r.) mit Entourage Foto: Editpress/Alain Rischard

Gelassen zeigte sie sich auch bei einem Spaziergang durch Maacher zwei Tage vor der Krönung. Ihr Vater sei wohl aufgeregter als sie, erzählte sie. Ganz neu ist diese Welt für Lynn Asselborn ohnehin nicht. Drei Jahre lang war sie Prinzessin. Nun trägt sie selbst die Krone – und übernimmt damit eine Aufgabe, die weit über Auftritte bei Weinfesten hinausgeht. Es sei ihr „eine große Ehre“, als Botschafterin des Luxemburger Weins die heimischen Erzeugnisse im In- und Ausland vertreten zu dürfen, schreibt sie im offiziellen Festheft.

Auch Bürgermeisterin Monique Hermes hebt die Verbindung zwischen dem Fest und der Arbeit in den Weinbergen hervor. Das „Drauwen- a Wäifest“ falle nicht zufällig mit dem Beginn der Lese zusammen. Die Winzer arbeiteten das ganze Jahr über in den Weinbergen. Nur dank ihres Einsatzes könnten jene Weine und Crémants entstehen, auf die die Moselregion stolz sei.

Für Grevenmacher ist das Fest zugleich eine organisatorische Kraftprobe. Die Stadt mit rund 5.300 Einwohnern aus 87 Nationen erwartet erneut Tausende Gäste. Hermes würdigt deshalb den Einsatz des „Comité des fêtes“ unter Präsidentin Carole Clemens und die Unterstützung der örtlichen Vereine. Ohne sie ließe sich eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht auf die Beine stellen.

Lynn Asselborn ist neue Weinkönigin: Was Maacher am Wochenende zu bieten hat
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© Foto: Editpress/Julien Garroy

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Lynn Asselborn ist neue Weinkönigin: Was Maacher am Wochenende zu bieten hat
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Lynn Asselborn ist neue Weinkönigin: Was Maacher am Wochenende zu bieten hat
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Musik bis in die Nacht

Nach der Krönung am Freitag verlagert sich das Fest am Samstag in die Straßen und auf die Plätze. Um 15 Uhr werden auf dem Marktplatz die Weinkönigin des Jahres 2025, Jill Wagner, die Confrérie Saint-Cunibert und die teilnehmenden Musikgruppen empfangen. Ab 16.30 Uhr sorgen Kapitän Mullebutz und seine „Séisswaassermatrousen“ für Unterhaltung.

Von 16 bis 20 Uhr gibt es auf dem Marktplatz ein Kinderprogramm mit Gesichtsmalerei, Luftballons und großen Holzspielen. Gleichzeitig beginnt an mehreren Stellen in der Stadt ein dichtes Musikprogramm. Auf dem Marktplatz treten unter anderem Van Toete Noch Blaoze, De Roepoepers und Zero Point Five auf. Auf der Schiltzeplaz spielen Wa-Ta Touille und Powerblech. Weitere Gruppen ziehen durch die Straßen und machen beim Prosteneck, bei der Apotheke und auf der Laangwiss Station.

Einer der Höhepunkte beginnt um 19.30 Uhr auf der Laangwiss. Bei der Showbandparade verbinden sich Musik, Marschformationen und Choreografien zu einem farbenfrohen Schauspiel. Um 21.30 Uhr setzt sich dort der Fackelzug in Bewegung. Eine halbe Stunde später wird das Feuerwerk an der Mosel gezündet.

Danach ist der Abend noch lange nicht vorbei. Ab 22.15 Uhr spielen The Noisemakers auf dem Marktplatz und Simply 2 auf dem Schiltzeplatz. Musik und Unterhaltung dauern bis 3 Uhr morgens.

Beliebter Treffpunkt: Bar der Extraklasse beim „Buer“

Beliebter Treffpunkt: Bar der Extraklasse beim „Buer“ Foto: Editpress/Julien Garroy

Der große Festumzug

Der Sonntag beginnt um 10.30 Uhr mit einer Dankmesse. Ab 11.30 Uhr kehrt die Musik in die Straßen zurück. Auf dem Marktplatz treten unter anderem das Jachthoorn- en Trompetterkorps Edelweiss Heerlen, die Fanfare Mosella Niederdonven, African Bazaar Ghana, die Show- und Marchingband Tamarco sowie die Monnerecher Bounebléiser auf.

Auf dem Schiltzeplatz sind der Musikverein Nittel, die Drumfanfare Amantius und die Moselle Valley Brass Band zu hören. Für Kinder gibt es von 12 bis 16 Uhr erneut Gesichtsmalerei, Luftballons und große Holzspiele auf dem Marktplatz.

Um 15 Uhr setzt sich der folkloristische Festumzug unter dem Motto „Kondschafter um Tour“ in Bewegung. Wagen, Musik- und Folkloregruppen ziehen durch Grevenmacher. Danach verteilen sich die Straßenmusiker wieder über die Stadt. Auf dem Marktplatz spielen De Roepoepers und Les Gavroches, auf dem Schiltzeplatz folgen Van Toete Noch Blaoze und Mosel 6er Blech.

Besonders auf die Musikgruppen aus aller Welt freue sie sich, schreibt Lynn Asselborn im Festheft. Sie sollen jene besondere Stimmung in die Straßen bringen, für die das Maacher Weinfest bekannt ist.

Beim Festumzug kommt auch der eigens gestaltete „WäiFEST-Becher“ zum Einsatz. Er kostet einen Euro und kann als Andenken mitgenommen werden. Wer ihn nach dem Umzug wieder abgibt, erhält den Kaufpreis zwar nicht zurück. Der Erlös aus den verkauften Bechern wird jedoch der „Amicale Foyer Pietert“ aus Grevenmacher gespendet. Besucher können auch ein eigenes Glas mitbringen.

Nach den Worten von Monique Hermes stehen nicht allein die Weinkönigin und ihre Prinzessinnen im Mittelpunkt. Das Fest lebe ebenso vom Einsatz des „Comité des fêtes“, der Vereine und der vielen Helfer. Gemeinsam sorgten sie dafür, dass in Grevenmacher jener „Miseler Way of Life“ zu spüren sei, mit dem die Bürgermeisterin ihr Grußwort beschließt. An diesem Wochenende lässt sie sich in Maacher kaum übersehen – und wohl noch weniger überhören.

Ein kleines Erinnerungsgeschenk für Weinkönigin Lynn, überreicht von Editpress-Generaldirektorin Michelle Cloos

Ein kleines Erinnerungsgeschenk für Weinkönigin Lynn, überreicht von Editpress-Generaldirektorin Michelle Cloos Foto: Editpress/Alain Rischard

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