Personalwechsel

Luxemburger Strafvollzug bekommt neue Führung

Luxemburgs Strafvollzug erhält eine neue Leitung. Laurent Kocks übernimmt die Jugendstrafanstalt, während Serge Legil und Caroline Lieffrig zentrale Führungsfunktionen in der Strafvollzugsverwaltung übernehmen.

Luxemburgs neue Strafvollzugsleitung bei offizieller Ernennungszeremonie im Justizministerium

Luxemburg erneuert seine Strafvollzugsleitung Symbolfoto: Editpress/Tania Feller

Justizministerin Elisabeth Margue hat am vergangenen Freitag Laurent Kocks als neuen Direktor der Jugendstrafanstalt vereidigt. Seine Amtszeit ist auf sieben Jahre angelegt und verlängerbar. Sie gilt rückwirkend ab dem 1. Dezember 2025.

Justizministerin Elisabeth Margue und Jugendstrafanstaltsdirektor Laurent Kocks im Gespräch bei Besuch der Jugendstrafanstalt

Justizministerin Elisabeth Margue und Laurent Kocks, Direktor der Jugendstrafanstalt Foto: MJUST

Darüber hinaus bestätigte der Regierungsrat am Mittwoch im Zuge der Reform der Strafvollzugsverwaltung Serge Legil, bislang Direktor der Strafvollzugsverwaltung, als Generaldirektor. Mit Wirkung zum 17. März 2026 ernannte der Rat zudem Caroline Lieffrig, bisher stellvertretende Direktorin, zur stellvertretenden Generaldirektorin.

Die neu ernannten Verantwortlichen sehen sich damit auch mit den Herausforderungen in den Haftanstalten konfrontiert. Die Jugendstrafanstalt „Unité de Sécurité“ (Unisec) in Dreiborn kämpft vor allem mit Überfüllung. Immer wieder werden Minderjährige, die Delikte begangen haben, deswegen im Gefängnis in Schrassig untergebracht – dabei ist die Anstalt eigentlich für Erwachsene vorgesehen. In der Unisec gibt es derzeit zwölf Plätze für Jugendliche.

In Luxemburgs Haftanstalten kommt es außerdem immer wieder zu Gewaltvorfällen gegenüber dem Personal. Das Ministerium registrierte in den vergangenen fünf Jahren insgesamt 80 Übergriffe auf Strafvollzugsbeamte – 73 davon im Gefängnis in Schrassig und sieben weitere in Givenich. Das geht aus der Antwort von Justizministerin Margue auf eine parlamentarische Anfrage der LSAP-Abgeordneten Yves Cruchten und Ben Polidori hervor. Seit der Eröffnung der Justizvollzugsanstalt „Uerschterhaff“ im Dezember 2022 seien dort zudem 28 Vorfälle gegen Beamte verzeichnet worden. (les)

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren

Tödlicher Unfall

Motorradfahrer stirbt bei Sturz in Senningerberg

Personalwechsel

Luxemburger Strafvollzug bekommt neue Führung

;