Verdächtige Transaktionen

Luxemburger Philharmonie schaltet nach mutmaßlichem Betrug über 160.000 Euro die Justiz ein

Die Philharmonie hat verdächtige Überweisungen über 160.000 Euro festgestellt. Die Justizbehörden wurden eingeschaltet, die Finanzkontrollen werden extern überprüft.

Die Philharmonie meldet einen möglichen Betrugsfall

Die Philharmonie meldet einen möglichen Betrugsfall Foto: Vincent Lescaut/L'essentiel

Die Philharmonie Luxembourg hat verdächtige Banktransaktionen mit einem Gesamtbetrag von 160.000 Euro festgestellt. Das teilte das Konzerthaus am Montag in einem Presseschreiben mit. Diese seien bei internen Kontrollen entdeckt und umgehend den zuständigen Justizbehörden gemeldet worden.

Nach der Entdeckung der Transaktionen habe die Geschäftsführung in Abstimmung mit den Leitungsgremien die erforderlichen Maßnahmen ergriffen, heißt es in dem Schreiben. Die Philharmonie arbeite „uneingeschränkt mit den Behörden zusammen, um zur Aufklärung des Sachverhalts und zur Feststellung etwaiger Verantwortlichkeiten beizutragen“.

Externe Überprüfung der Finanzkontrollen

Darüber hinaus läuft laut Philharmonie eine externe Überprüfung der Finanzkontrollverfahren. Diese soll mögliche Schwachstellen aufdecken und die erforderlichen Korrekturmaßnahmen umsetzen. Der Betrieb der Institution läuft unterdessen normal weiter.

Aufgrund der laufenden Ermittlungen machte die Pressestelle der Philharmonie auf Tageblatt-Nachfrage keine weiteren Angaben zu dem Vorfall.

Betrug auch in Differdingen

Auch andere öffentliche Einrichtungen in Luxemburg sind bereits ins Visier von Betrügern geraten. Erst Ende September informierte der Differdinger Bürgermeister Guy Altmeisch den Gemeinderat über einen Betrugsfall. Kriminelle hatten im Mai im Rahmen des Bauprojekts für das neue Rathaus mehr als 400.000 Euro von der Gemeinde erbeutet. Sie hatten die Kommunikation zwischen Baufirma, Architektenbüro und Gemeindeverwaltung manipuliert.

So überwies die Gemeinde die 407.755,74 Euro, obwohl bei der Transaktion eine sogenannte „No Match“-Warnung angezeigt worden war. Auch in Düdelingen versuchten die Kriminellen, mit derselben Masche an Geld zu kommen. Dort griffen allerdings die Sicherheitsmechanismen. (les)

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