Nach Testprojekt

„Lokale Polizei“ bleibt dauerhaft in Grevenmacher und Mertert

Das Projekt „Lokale Polizei“ wurde zum Juni 2025 auf die Polizeidienststelle Museldall ausgeweitet. Nun ziehen die Behörden Bilanz.

Lokalpolizei Grevenmacher und Mertert im Einsatz für Sicherheit und Ordnung vor Ort

In Grevenmacher und Mertert bleibt die Lokalpolizei auch in Zukunft präsent Symbolfoto: Editpress/Julien Garroy

In mehreren Museldall-Gemeinden gehören Polizisten wieder häufiger zum Straßenbild. Denn: Dorthin wurde das Projekt „Lokale Polizei“ zum 1. Juni 2025 ausgeweitet. Wie aus dem aktuellen Polizeibulletin hervorgeht, ziehen die Behörden nun eine positive Bilanz.

Die Dienststelle Museldall wurde gezielt ausgewählt, um das Modell in ländlichen und stadtnahen Gemeinden zu testen, schreibt die Polizei. Acht Kommunen waren beteiligt: Grevenmacher, Mertert, Manternach, Biwer, Flaxweiler, Wormeldingen, Lenningen und Stadtbredimus. Mit dem Abschluss der Testphase wurde entschieden, den Einsatz lokaler Polizeibehörden in Grevenmacher und Mertert dauerhaft fortzusetzen. In den übrigen sechs Gemeinden kommt die verstärkte Polizeipräsenz künftig lediglich bei größeren Veranstaltungen oder besonderen Anlässen zum Einsatz. Die regulären Polizeiaufgaben bleiben unverändert.

Die Aufgaben der Lokalpolizei

Die lokale Polizeieinheit wird gemeinsam von den Gemeinden und der großherzoglichen Polizei eingerichtet. Sie soll für öffentliche Ordnung, Sicherheit sowie Ruhe und Sauberkeit vor Ort sorgen. Durch die sichtbare Präsenz an strategischen Orten sollen zudem Sicherheit und Wohlergehen der Bürger gewährleistet und Zwischenfälle verhindert werden.

Die Testphase wurde laut Polizei insgesamt positiv aufgenommen. „Alle Beteiligten, insbesondere Gewerbetreibende, Einwohner und lokale Verantwortliche, halten eine Lokalpolizei für notwendig und vorteilhaft“, heißt es im Bulletin. Die Pilotprojekte hätten gezeigt, dass eine verstärkte Polizeipräsenz und präventive Maßnahmen Sicherheit und Sicherheitsgefühl der Menschen erhöhen.

Lokale Polizeieinheiten können beantragt werden

Gemeinden können – allein oder in Absprache mit benachbarten Gemeinden – einen Antrag auf Einrichtung einer lokalen Polizeieinheit stellen, wenn die wesentlichen Kriterien erfüllt sind: In der Gemeinde muss es stark frequentierte Orte, kriminalitätsgefährdete Gebiete sowie häufige und schwerwiegende Probleme der öffentlichen Ordnung geben. Die Polizei prüft dann gemeinsam mit den Gemeindebehörden die Kriterien und Bedürfnisse und richtet basierend auf den Analyseergebnissen und verfügbaren Ressourcen gegebenenfalls eine lokale Polizeieinheit ein. (les)

3 Kommentare
Yves ALTWIES 30.01.202619:15 Uhr

Sollte es demzufolge Gemeinden gegeben haben, welche den von der Polizei aufgelisteten Kriterien bei Beschlussnahme weitaus mehr entsprachen, laege eventuell eine "prise illegale d'intérêt" des Ministers vor, mit Berufung auf das rezente "réquisitoire" der Staatsanwaltschaft in der Causa Traversini. Avis aux amateurs...

Yves ALTWIES 30.01.202616:42 Uhr

"Die Dienststelle Museldall wurde gezielt ausgewählt, um das Modell in ländlichen und stadtnahen Gemeinden zu testen, schreibt die Polizei"

Selbstverstaendlich wurde die Dienststelle Museldall von Herrn Minister Gloden "gezielt ausgewählt".
"Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft". Herr Gloden weis was bei der lokalen Waehlerschaft gut ankommt....

Yves ALTWIES 30.01.202616:36 Uhr

... einen Antrag auf Einrichtung einer lokalen Polizeieinheit stellen, wenn die wesentlichen Kriterien erfüllt sind: In der Gemeinde muss es stark frequentierte Orte, kriminalitätsgefährdete Gebiete sowie häufige und schwerwiegende Probleme der öffentlichen Ordnung geben...

Dann hat Herr Gloden seiner Nachfolgerin in Grevenmacher, ja eine hoechstgefaehrliche gesetzlose Gemeinde "vermacht".

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