Zwei Standorte oder ein Campus?

Steinfort streitet um Zukunft der Schulinfrastruktur

In Steinfort ist ein politischer Streit über die Zukunft der Grundschule entbrannt. Während die LSAP-Mehrheit im Gemeinderat auf zwei Standorte setzt, fordert die CSV einen zentralen Campus auf „A Backent“ und will die Bürger darüber in einem Referendum entscheiden lassen.

Grundschule in Steinfort Gebäudeansicht bei sonnigem Wetter mit grünem Schulhof und blauem Himmel

Der Spielplatz vor der Grundschule in Steinfort Foto: Marco Goetz

Dass die Gemeinde Steinfort neue und moderne schulische Einrichtungen braucht, stellt kaum jemand infrage. Steinfort wächst seit Jahren. Der Bedarf an Klassenräumen und Betreuungseinrichtungen steigt. Zurzeit gehen rund 400 Kinder in der Gemeinde zur Schule. Langfristig rechnet die Kommune damit, dass diese Zahl deutlich steigen wird. In gut 25 Jahren könnten es nach aktuellen Szenarien rund 1.000 Grundschulkinder sein.

Der Streit um die Zukunft der Grundschule dreht sich deshalb nicht um das Ob, sondern um das Wie. Die LSAP-Mehrheit im Gemeinderat, die mit sieben von elf Sitzen über eine klare Mehrheit verfügt, setzt auf zwei Standorte: einen in Steinfort und einen in Kleinbettingen, dort, wo sich bereits heute die Schulen befinden. Bürgermeister Sammy Wagner (LSAP) verteidigt diesen Kurs mit Verweis auf die langfristige Entwicklung der Gemeinde. Das Projekt sei „nicht aus der Luft gegriffen“, sondern stütze sich auf den aktuellen Bebauungsplan, auf mögliche Entwicklungsszenarien und auf das, was staatlicherseits für die Gemeinde vorgesehen sei. Berücksichtigt würden dabei auch Kriterien wie sicherer Schulweg, Nähe, weniger Verkehr, mehr Fahrradmobilität und die Bevölkerungsentwicklung.

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