„Librairie Diderich“ in Esch

Lisa Wehr wird den Buchladen in der vierten Generation weiterführen

In der „Librairie Diderich“ in Esch bereitet sich eine neue Generation auf die Zukunft vor. Lisa Wehr und ihre Mutter sprechen über Verantwortung, Veränderung – und darüber, was sich nicht ändern soll.

Lisa Wehr und Anne Diderich als eingespieltes Team bei der Zusammenarbeit im Laden

Lisa Wehr (l.) und Anne Diderich sind ein eingespieltes Team Foto: Editpress/Alain Rischard

Freitagmorgen in der Victor-Hugo-Straße in Esch. Es stürmt und schüttet wie aus Eimern, der Regenschirm scheint außer Kontrolle. Nur noch ein Fußgängerüberweg bis zum Ziel: die „Librairie Diderich“. Beim Betreten des Cafés kommt einem wohliger Kaffeegeruch, gedimmtes Licht und angenehme Wärme entgegen – sofort stellt sich eine gewisse Entschleunigung ein. Dieses Gefühl wird man in Esch noch lange erleben können, denn eines steht fest: Der Buchladen, der seit 1945 zur Institution in Esch geworden ist, kann sich über eine Nachfolge in der vierten Generation freuen.

Beim Durchqueren des Cafés fällt auf: Alle Tische sind besetzt oder zumindest reserviert. Dabei hatten böse Zungen das Café bereits vor seiner Eröffnung 2017 zum Scheitern verurteilt, erzählt Noch-Geschäftsleiterin Anne Diderich im Gespräch mit dem Tageblatt. Das Interview mit Diderich und Tochter Lisa Wehr, die in den kommenden Jahren die Geschäftsführung übernehmen wird, führt eine Etage höher, in ein Büro über der Schulbuchausgabe. An der rechten Wand hängt eine Schwarzweiß-Fotogalerie, die die Familiengeschichte illustriert. Hinter dem Schreibtisch steht ein opulenter, massiver Holzschrank. Überall liegen oder stehen Bücher.

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