Esch

LSAP fordert Zahlen zur sanften Mobilität

Die Stadt Esch bietet mehrere Dienstleistungen im Bereich der sanften Mobilität an. Die LSAP verlangt per schriftliche Anfrage an den Schöffenrat Zahlen zur Nutzung der Angebote. Ein Überblick.

Uelzecht Mobil Bus verbindet Escher Brillplatz und Rathausplatz in Uelzen seit vier Jahren

Das „Uelzecht Mobil“ verbindet seit vier Jahren den Escher Brill-Platz und den Rathausplatz Foto: Editpress/Julien Garroy

Neben dem viel diskutierten Punkt zur Linie 7 der TICE-Busse auf der Tagesordnung der Ratssitzung am Freitag forderte die LSAP-Fraktion Zahlen zur sanften Mobilität in Esch. Der Schöffenrat soll Einblicke in die Nutzung der sogenannten „Cargo-Bikes“, des „Uelzecht Mobil“, des „Plusbus“ sowie des „Late-Night-Bus“ geben. Ziel ist es, besser zu verstehen, welche Angebote von den Einwohnerinnen und Einwohnern sowie von den Geschäftsleuten tatsächlich genutzt werden.

Cargo-Bikes im urbanen Einsatz seit Mai 2025, nachhaltige Transportlösung für umweltfreundliche Lieferungen

Die „Cargo-Bikes“ sind seit Mai 2025 im Einsatz Foto: Editpress/Julien Garroy

Die „Cargo-Bikes“ werden gemeinsam mit „Transition Minett“ beworben und sollen eine neue, umweltfreundliche Alternative für Lieferdienste innerhalb von Esch darstellen. Die Kosten werden von der Stadt Esch übernommen – Interessierte müssen sich lediglich in der Infofabrik registrieren und die Fahrräder anschließend online reservieren.

Die Dienstleistung ist seit Mai 2025 in Betrieb und verzeichnet laut Aussage der politischen Verantwortlichen bislang 72 Reservierungen sowie sieben aktive Nutzer. Zum Start des Angebots wurden die Geschäftsleute unter anderem vom Geschäftsverband ACAIE dazu eingeladen, die Lastenräder zu entdecken. Zudem sei über mehrere Kanäle Werbung geschaltet worden.

Insgesamt stehen zwei Lastendreiräder zur Verfügung, mit denen jeweils bis zu 100 Kilogramm transportiert werden können. Abholung und Rückgabe erfolgen am Brill-Platz, wo sich auch die Ladestation befindet. Während der zulässigen Lieferzeiten dürfen die Nutzerinnen und Nutzer die Fußgängerzone befahren – in der rue de l’Alzette etwa von 6 bis 10.30 Uhr sowie von 18 bis 20 Uhr. Das Radfahren ist in der Einkaufsstraße eigentlich von acht Uhr morgens bis 20 Uhr abends verboten.

Arztbesuche hoch im Kurs

Der „Escher PlusBus“ verzeichnet einen Anstieg der Nutzerzahlen. Der Rufbus transportiert von Montag bis Samstag zwischen 9 und 19 Uhr Personen auf Abruf. Während im Februar 2025 insgesamt 599 Personen eingeschrieben waren (440 Frauen, 159 Männer), stieg diese Zahl bis Januar 2026 auf 651. Zwischen Januar und November wurden laut Betreiber 5.567 Fahrten gezählt, was durchschnittlich etwa 20 Fahrten pro Betriebstag entspricht.

Die Anzahl der Fahrgäste pro Fahrt wurde nicht mitgeteilt, die meisten Nutzerinnen und Nutzer seien jedoch allein unterwegs. Besonders häufig werde der Dienst für Arztbesuche, Einkäufe – etwa in Belval, Raemerich oder Brill – sowie für Termine beim Friseur oder zur Fußpflege genutzt.

Der „Escher Nightlife Bus“, der freitags und samstags zwischen 1 und 3 Uhr nachts abrufbar ist, verzeichnete von Januar bis November letzten Jahres insgesamt 3.793 Fahrgäste auf Escher Stadtgebiet. Im Schnitt nutzten damit rund 86 Personen pro Wochenende das Angebot.

Das „Uelzecht Mobil“, ein Minibus, der die Alzette-Straße durchquert, transportierte laut Betreiber im vergangenen Jahr 17.930 Passagiere. Der Pendelbus war an 287 Tagen im Einsatz und fährt von Montag bis Samstag zwischen 11 und 18 Uhr.

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