Abrissarbeiten
„Keeseminnen“ wirbeln ein letztes Mal Staub auf – Anwohner fühlen sich im Stich gelassen
Die letzten warmen Sommertage konnten die Bewohner der Escher „Hiel“ nicht wirklich genießen, denn eine riesige Staubwolke hing vom 6. bis zum 18. September über dem Viertel. Während die Temperaturen noch einmal an der 30-Grad-Marke kratzten, mussten viele Anwohner in ihren Häusern ausharren, als die Abrissbagger auf dem weitläufigen Gelände der ehemaligen „Brasseurschmelz“ anrollten und jede Menge Staub bei ihrer Arbeit aufwirbelten.
Das Foto wurde am 17. September von einer Anwohnerin aufgenommen und zeigt die Staubwolke über dem Viertel Foto: privat
„Der Staub drang in das Haus ein und blieb überall haften“, schildert eine Anwohnerin aus der rue Barbourg dem Tageblatt. „Da half auch kein Staubwischen mehr. Sogar die Luft im Schlafzimmer schmeckte nach Staub. Durch den vielen Staub begannen meine Augen zu tränen und ich musste Augentropfen nehmen. Diese zwei Wochen haben mich richtig depressiv gemacht und ich habe bereits an einen Umzug gedacht.“