Buchkritik zu „491 Tage in den Tunneln der Hamas“

„Im Überlebensmodus“

491 Tage wurde Eli Sharabi als Geisel in Gaza festgehalten. In seinem Buch schildert er den Kampf ums Überleben. Trotz der erlebten Grauen ist es ein Plädoyer für Menschlichkeit.

Eli Sharabi, israelischer Geiselnehmer der Hamas, überlebte über 400 Tage Gefangenschaft in Gefangenschaft

Eli Sharabi wurde von der Hamas als Geisel genommen und überlebte über 400 Tage Gefangenschaft Foto: Blake Ezra

Nach 843 Tagen war am 26. Januar auch die letzte von der Hamas in den Gazastreifen verschleppte Geisel wieder zu Hause. In einer Suchaktion konnte das israelische Militär (IDF) auf einem Friedhof im nördlichen Gazastreifen die sterblichen Überreste von Ran Gvili ausfindig machen. Gvili war Polizist. Am 7. Oktober wurde er bei der Verteidigung des Kibbuz Alumim ermordet. „Er war einer der Ersten, die loszogen und der Letzte, der zurückkehrt“, sagte seine Mutter.

Der 7. Oktober 2023 ist damit vorbei. Und dennoch wird das Datum sich in das Gedächtnis einbrennen – denn mit 1.182 überwiegend jüdischen Todesopfern, aber auch arabischen Israelis, thailändischen Gastarbeitern und nepalesischen Studierenden, war dieses Pogrom der größte Massenmord an Juden seit dem Holocaust, dem die gleiche Ursache zugrunde liegt: ein Antisemitismus, der auf Vernichtung aus ist.

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