Esch
Haltestation Prävention: Der „Bus du cœur des femmes“ bringt Vorsorge zu den Frauen
Mit der Einweihung des „Bus du cœur des femmes“ ist am Mittwoch auf dem Rathausplatz in Esch/Alzette ein neues Vorsorgeangebot für Frauen gestartet. Mehr als 100 Gesundheitsfachkräfte sind dafür ehrenamtlich im Einsatz.
Der „Bus du cœur des femmes“ wurde am Mittwoch auf dem Escher Rathausplatz eingeweiht Foto: Kim Winkel
Der „Bus du cœur des femmes“ ist eine Initiative der Stiftung „Agir pour le cœur des femmes“. Sie ermöglicht Frauen kostenlose Vorsorgeuntersuchungen direkt vor Ort und will so insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegenwirken – einer der häufigsten Todesursachen bei Frauen weltweit. Für Thierry Drilhon, Mitbegründer der Stiftung und des Busprojekts, liegt darin großes Potenzial: Bis zu 80 Prozent dieser Erkrankungen könnten durch Prävention verhindert werden. Zu diesem Zweck wird den Teilnehmerinnen an insgesamt zwölf Stationen ein umfassender Überblick über den eigenen Gesundheitszustand geboten. Ein solcher Durchlauf soll zwei Stunden dauern und neben den Untersuchungen auch Raum für individuelle Empfehlungen zu weiteren Vorsorge- und Behandlungsschritten gewährleisten.
Prävention im Mittelpunkt
„Prävention muss immer wieder im Mittelpunkt stehen“, unterstrich der Escher Bürgermeister Christian Weis (CSV). Das Projekt erlaube es einem, die üblichen Wartezeiten, mit denen man bei Arztterminen rechnen muss, zu überspringen. „Wir schicken die Leute nicht einfach zum Arzt oder ins Krankenhaus, wir begegnen ihnen direkt hier auf der Straße und können ihnen sofort weiterhelfen“, erklärt der Bürgermeister.
Laut Weis hat eben genau dieses lokale Angebot mehrere Frauen erst dazu bewegt, eine solche Vorsorgeuntersuchung in Anspruch zu nehmen. Seinen Beobachtungen nach führen kulturelle, finanzielle oder organisatorische Hürden häufig dazu, dass die entsprechenden Arzttermine gar nicht erst vereinbart werden. Umso wichtiger sei es, den Zugang zur Prävention so niedrigschwellig wie möglich zu gestalten. Des Weiteren lobte der Bürgermeister den Einsatz des medizinischen Personals und der sonstigen Helfer und Helferinnen, ohne welche ein solches Unterfangen nicht möglich wäre.
Am Ende des Tages wünschte sich Thierry Drilhon, dass er mit Aktionen wie dem „Bus du cœur des femmes“ mehr Menschen erreichen kann. „Bitte achten Sie gut auf Ihre Gesundheit und zögern Sie nicht, sich Hilfe und Rat zu holen. Die Gesundheit ist das Wichtigste, für einen selbst, aber auch für die Mitmenschen.“