Uerschterhaff

Häftling prügelt Aufseher mit Bratpfanne ins Krankenhaus

Ein Gefängnisaufseher ist im Uerschterhaff von einem Häftling mit einer Bratpfanne attackiert worden. Die Aufseher-Vereinigung AAP spricht von einer angespannten Lage in den überbelegten Gefängnissen.

Das Gefängnis Uerschterhaff in Sanem ist völlig überbelegt

Das Gefängnis Uerschterhaff in Sanem ist völlig überbelegt Foto: Editpress/Tania Feller

Ein Gefängniswärter ist im „Centre pénitentiaire d’Uerschterhaff“ von einem Häftling tätlich angegriffen worden. Das teilte die Vereinigung der Gefängnisbediensteten (AAP) am Freitag mit.

Der Angriff sei mit einer Bratpfanne erfolgt, heißt es in der Mitteilung. Der medizinische Dienst vor Ort habe den verletzten Beamten sofort versorgt. Anschließend sei er zur weiteren Kontrolle ins Krankenhaus gebracht worden.

Der Vorfall habe sich in einer bereits angespannten Lage in den Gefängnissen ereignet, so die AAP. Der Uerschterhaff in Sanem sei derzeit stark überbelegt und stehe unter hohem Kapazitätsdruck. Auch die Haftanstalt Schrassig arbeitete an der Belastungsgrenze. Das erhöhe den Druck auf die Arbeitsbedingungen des Personals und werfe ernste Sicherheitsfragen auf, sowohl für die Bediensteten als auch für die Inhaftierten.

AAP-Präsident Samir Djennas äußerte sich gegenüber dem Tageblatt besorgt über einen allgemeinen Respektverlust. „So wie es in den Schulen derzeit zu einem gesamtgesellschaftlichen Verlust gegenüber der Autorität kommt, sieht es auch in den Gefängnissen aus“, sagte Djennas. Der Uerschterhaff sei mittlerweile derart überbelegt, dass Ausweichmaßnahmen nötig seien: „Wir legen derzeit wieder Matratzen auf die Zellenböden, um die Häftlinge unterzubringen.“

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