Untersuchungsgefängnis Uerschterhaff
Häftling verletzt Gefängniswärter mit Porzellanteller
Ein Häftling hat einen Vollzugsbeamten mit einem Porzellanteller im Gesicht und am Schädel verletzt. Die „Association des Agents Pénitentiaires“ fordert nun sofortige Personalaufstockungen.
Foto: L'essentiel/Vincent Lescaut
Ein Insasse hat am Dienstag einen Justizvollzugsbeamten im Untersuchungsgefängnis Uerschterhaff in Sanem durch einen Schlag mit einem Porzellanteller schwer am Kopf und im Gesicht verletzt. Wie die „Association des Agents Pénitentiaires“ (AAP) am Mittwoch mitteilte, sei die Situation anschließend bei der Überwältigung des Häftlings eskaliert, weil der Mann sich aktiv wehrte. Der verletzte Gefängniswärter habe umgehend medizinisch versorgt werden müssen.
Die AAP sieht in dem Vorfall eine Bestätigung seiner Warnungen vor einer drastischen Zunahme der Gewalt im Vollzugsalltag. Bereits seit Jahresbeginn habe die Vertretung „mehrfach auf die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen sowie auf die Gefahr einer Zunahme gewalttätiger Vorfälle hingewiesen“.
Als sofortige Konsequenz fordert die AAP die unverzügliche Einstellung von zusätzlichem Personal, um die physische und psychische Unversehrtheit der Beschäftigten zu gewährleisten. Langwierige politische Schritte oder Mediationsverfahren seien angesichts der täglichen Risiken unzureichend. (dr)