Wiltz
Große Prozession mit Volksfest-Charakter: Zu Besuch bei der Fatima-Pilgerfahrt
Die Fatima-Pilgerfahrt gehört neben der Oktav zu den wichtigsten religiösen Ereignissen in Luxemburg. Jedes Jahr strömen an Christi Himmelfahrt Tausende von Pilgern nach Wiltz. Doch neben den religiösen Elementen zeichnet sich das Event vor allem durch das gemeinsame Feiern rund um die Prozession aus.
Eine Statue der Jungfrau Maria wird an der Spitze der Prozession von Freiwilligen getragen Foto: Editpress/Jessica Oé
Es ist schon beeindruckend, wenn sich Tausende von Pilgern durch die schmalen Straßen von Wiltz bis zum Gipfel des Hügels „Op Baessent“ schlängeln. Vorneweg ein paar Fahnenträger und eine Gruppe, die einen besonders langen Weg bis nach Wiltz auf sich genommen haben: Die „Bombos os emigrantes“ sind aus Differdingen. Sie sind eine von mehreren Pilgergruppen, die teilweise schon am Mittwoch losgelaufen sind, um am Donnerstag rechtzeitig zur Prozession in Wiltz zu sein. Wer mit dem Auto in Richtung Norden unterwegs war, konnte die Wanderer sogar teilweise entlang der viel befahrenen N10 sehen. Denjenigen, die nicht zu Fuß kommen konnten, rieten die Behörden, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, da in der Ortschaft selbst viele Straßen wegen des Fests gesperrt sind und Parkplätze in Wiltz an diesem Tag Seltenheitswert haben. Viele setzten daher auf den Zug: Der kleine Bahnhof in Kautenbach ist gegen 11.30 Uhr schwarz vor Menschen.