Warnung
Großbrand im Escher „Benu Village“ – Feuer laut CGDIS unter Kontrolle
Großeinsatz für Feuerwehr und Polizei: Im ehemaligen Benu Village in Esch ist am Sonntagabend ein Feuer ausgebrochen. Inzwischen ist der Brand unter Kontrolle, noch immer sind aber einige Straßen gesperrt.
Polizei und Feuerwehr haben am Sonntagabend den Bereich rund um das ehemalige „Benu Village“ in Esch weiträumig abgesperrt Foto: Editpress/Julien Garroy
Die Polizei und Lu-Alert haben am Sonntagabend vor einem „größeren Brand“ in der Rue d’Audun in Esch gewarnt. „Aufgrund der andauernden Löscharbeiten des CGDIS mussten der boulevard Prince Henri bis zur Kreuzung mit der rue Zénon Bernard, sowie die rue d’Audun, zeitweise für den Verkehr gesperrt werden“, schreibt die Polizei. Der Einsatz ist offenbar im ehemaligen „Benu Village“.
Auf Lu-Alert wurde ein gelber Alarm für den Raum Esch ausgelöst. Anwohner sollen Türen und Fenster schließen und das Gebiet meiden.
„Ich wurde um 18.45 Uhr kontaktiert, dass es ein Feuer gibt“, sagt der Escher Bürgermeister Christian Weis (CSV) vor Ort gegenüber dem Tageblatt. Als er vor Ort eintraf, war das CGDIS bereits voll im Einsatz und das Feuer unter Kontrolle. Das Feuer ist laut ihm aus dem Gebäudeinneren gekommen. Von dort seien Flammen nach draußen geschossen. Außerdem habe es eine große Rauchentwicklung gegeben.
„Polizei muss das klären“
„Zur Ursache kann ich nichts sagen“, sagt der Einsatzleiter des CGDIS gegenüber dem Tageblatt. Die Polizei müsse das jetzt klären. Der Brand sei aber unter Kontrolle: „Alle großen Herde sind aus.“ 30 Feuerwehrleute sind an den Löscharbeiten beteiligt.
Es gebe aber noch Brandquellen unter dem Dach und an der Fassade, die nicht gut zu erreichen seien. „Deswegen reißt der Bagger das Dach ab“, sagt er. Aktuell komme es aus diesem Grund noch zu Rauch- und Geruchsbelästigung. „Ich rechne damit, dass wir noch zwei bis drei Stunden benötigen werden, um das Feuer endgültig zu löschen.“
Gebäude sollten abgerissen werden
„Das Grundstück gehört der Stadt Esch“, sagt Bürgermeister Weis. Die Gebäude seien der Stadt nach der Liquidation übergeben worden. Die Stadt habe allerdings nicht das Projekt übernommen, stellt Weis klar. Die Stadt habe die Aufgabe gehabt, die Gebäude abzureißen.
Der Plan für das Gelände sei es, daraus Parkplätze zu machen. Eigentlich sollte noch geprüft werden, ob etwas bestehen bleiben könnte. Bei der Analyse nach dem letzten Brand sei aber bereits festgestellt worden, dass ein Brandrisiko bestehe. Deswegen sei der Weg für den Abriss dann frei gewesen. Die Abrissarbeiten für die Parkplätze sollten eigentlich in den nächsten Wochen beginnen. „Für uns ist die Akte Benu abgeschlossen“, sagt Weis.
Zwei Feuer nach der Insolvenz
Es ist nicht der erste Brand im „Benu Village“, Ende 2023 brannte es dort bereits zweimal. Die Ökoinitiative musste bereits davor schließen. Wegen finanzieller Schwierigkeiten hatte der Verein „Benu Village Esch“ im November 2023 die Auflösung beantragt. Trotz mehrfacher Subventionen hatte Benu enorme Schulden angehäuft. Das „Benu Village“ war ein Vorzeigeprojekt für die Kreislaufwirtschaft. Im „Benu Village“ wurde aus ungewollten Lebensmitteln Abendessen gekocht, und aus weggeworfenem Material wurden Möbel und Kleider gemacht. (sen/fey/joe/dr)