Esch

Erneuter Brand in Benu Village: „Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden“

Bei der Escher Öko-Initiative Benu hat es erneut gebrannt. Laut CGDIS ist es nicht unüblich, dass ein Gebäude nach einem Großbrand wieder Feuer fängt. Die Staatsanwaltschaft hat den Untersuchungsrichter eingeschaltet, um die Brandursache festzustellen. Brandstiftung konnte bisher nicht ausgeschlossen werden.

Das CGDIS war am Donnerstagvormittag mehrere Stunden lang am Benu im Einsatz

Das CGDIS war am Donnerstagvormittag mehrere Stunden lang am Benu im Einsatz Fotos: Editpress/Alain Rischard

Im Escher Ökodorf Benu ist am Donnerstagmorgen erneut ein Brand ausgebrochen – das bestätigt CGDIS-Sprecher Cédric Gantzer am Donnerstagmorgen auf Tageblatt-Nachfrage. Erst in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hatte es dort ein Feuer gegeben, das die Einsatzkräfte der Feuerwehr bis in den Mittwoch hinein bekämpften. Der Brand sei dieses Mal gegen 7 Uhr morgens ausgebrochen, berichtet Gantzer. Die Feuerwehr sei mit rund 40 Einsatzkräften in der rue d’Audun vor Ort gewesen. „30 bis 40 Minuten nach Einsatzbeginn hatten wir das Feuer unter Kontrolle“, so Gantzer. „Der Brand ist dann aber noch lange nicht aus.“

/
/
/
/
/

Die Staatsanwaltschaft hat den Fall an den Untersuchungsrichter weitergeleitet, um die Brandursache herauszufinden, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft dem Tageblatt gegenüber bestätigt. „Die Brandursache ist nicht offensichtlich – Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden“, so der Sprecher. „Nun werden die nötigen Untersuchungen eingeleitet und dann müssen wir schauen, was dabei herauskommt.“

Bei Großbränden wie dem in Eschs Benu Village kommt es laut Gantzer hin und wieder vor, dass in dem gelöschten Material starke Hitze zurückbleibe, die dann einige Stunden später zu einem erneuten Feuer führen könne. Aus solchen Gründen gebe es nach Großbränden oft sogenannte Brandwachen, bei denen noch Einsatzkräfte vor Ort bleiben und beobachten, ob sich ein weiteres Feuer bildet. Am Mittwochnachmittag habe es eine solche Wache auch noch gegeben – in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag jedoch nicht mehr, also auch nicht, als der neue Brand gegen 7 Uhr ausbrach. Grund: Das Gebäude sei zwischen den beiden Bränden komplett „kalt“ gewesen. Die Feuerwehrleute konnten also keine heißen Stellen mehr mit der Wärmekamera finden. Trotzdem könne man nichts als Ursache für den zweiten Brand ausschließen. Die Baumaterialien des Benu Village würden das Löschen nämlich komplizierter machen.

Am Donnerstagmorgen brannte wieder der gleiche Bereich des Benu Village wie am Vortag, allerdings war dieses Mal auch ein kleines Gebäude daneben betroffen. „Ob der Brand in diesem neuen Teil jetzt angefangen hat, kann ich nicht sagen“, so Gantzer. Zusätzlich zum Wasser benutzten die Einsatzkräfte auch Schaum, um gegen den Brand vorzugehen. Die Feuerwehrleute seien bis etwa 17 Uhr vor Ort gewesen. Zu diesem Zeitpunkt sei das Gebäude komplett „kalt“ gewesen.

Christian Weis war am Donnerstagmorgen wieder vor Ort

Christian Weis war am Donnerstagmorgen wieder vor Ort

Bürgermeister vor Ort

Auch der Escher Bürgermeister Christian Weis (CSV) war am Donnerstagmorgen wieder vor Ort. „Ich weiß nicht, wie es innen aussah, aber von außen waren keine Flammen zu erkennen – es war ein viel kleinerer Einsatz als gestern“, sagt Weis. Das Restaurant sei weiterhin unversehrt geblieben.

Sowohl Spezialisten als auch die Liquidatorin, die der Bürgermeister am Mittwoch noch erreichen konnte, hätten dem Abbauen der Fassade durch die Feuerwehr zugestimmt. „Einfach um sicher zu sein, dass dort nichts mehr durchsickern kann“, so Weis. Außerdem ermögliche das Abnehmen der Isolation eine bessere Analyse des Brandes. „Es ist nämlich trotzdem noch sehr warm im Gebäude.“

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren

Grevenmacher

94. Maacher Wäimoart: Neuer Jahrgang, alte Tradition