Luxembourg in Transition

Gewerbezone Foetz soll umgestaltet werden – Wie das später aussehen könnte

Das Gewerbegebiet in Foetz soll künftig zu einem multifunktionalen Stadtviertel werden. Der hierfür nötige Masterplan soll dabei als Modellbeispiel dienen.

So könnte Foetz einmal aussehen: ein Projekt der Uni Luxemburg

So könnte Foetz einmal aussehen: ein Projekt der Uni Luxemburg Grafik: UniLux/MAT

Wie kann eine „monofunktionale“ Wirtschafts- und Gewerbezone wie Foetz in ein hochwertiges, multifunktional genutztes Quartier umgewandelt werden, das eine rationellere Nutzung der verfügbaren Flächen ermöglicht (zum Beispiel Integration von Wohnungen, Dienstleistungen und Einrichtungen, Erholungsgebieten, Grünflächen usw.), wie sie im „Programme directeur d’aménagement du territoire“ definiert ist? Dieser Frage nahm sich eine Arbeitsgruppe der Uni Luxemburg im Rahmen von „Luxembourg in Transition“ an. Endgültiges Ziel ist eine optimierte Flächennutzung, um den CO2-Fußabdruck des Landes bis 2050 von momentan jährlich 16 Tonnen pro Einwohner auf 1,6 Tonnen zu senken.

Nun wurde ein Pilotprojekt gestartet, das in einer ersten Phase die urbanistischen, technischen, juristischen und wirtschaftlichen Hindernisse identifizieren soll, die bei der Umgestaltung eines Viertels auftreten. Zweck ist die Erstellung eines Masterplans, wobei Foetz als Modellbeispiel dienen soll.

Foetz heute

Foetz heute Foto: UniLux/MAT

Wie in der Broschüre „Luxembourg in Transition – repenser notre territoire“ zu lesen ist, schlägt das Team der Universität vor, in Foetz ein gemischtes Stadtviertel zu schaffen, ohne weitere Flächen zu versiegeln oder Gebäude in großem Umfang abzureißen. Neue emissionsfreie Wohngebäude mit städtischen Funktionen im Erdgeschoss und grünen, energieeffizienten Dächern würden auf den Parkplätzen der bestehenden Einkaufszentren und Produktionsstätten errichtet.

Das „neue“ Foetz soll neben den Wohnungen für die neuen Bewohner auch zahlreiche Räume für Arbeit, Freizeit, Gastronomie und urbane Landwirtschaft bieten. Auf die Frage, warum gerade Foetz für die Studie ausgewählt wurde, meint Florian Hertweck, Professor für Architektur an der Uni Luxemburg: „Foetz ist der Prototyp für die luxemburgischen Gewerbegebiete und wir wollten diesen Raumtyp untersuchen, weil er das Erbe einer auf das Auto fokussierten Flächennutzungsplanung darstellt und auf ökologischer und sozialer Ebene höchst problematisch ist.“

Siehe auch „Luxembourg in Transition – repenser notre territoire“, S. 29

Sieht so die Zukunft aus?

Sieht so die Zukunft aus? Grafik: UniLux/MAT

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