Käerjeng
Gemeinde setzt erste Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung um
Während die Umgehungsstraße für Käerjeng seit Jahrzehnten auf sich warten lässt, greift die Gemeinde nun selbst durch – mit Fahrbahnverengungen, Berliner Kissen und Sackgassen. Bürgermeister Michel Wolter (CSV) spricht über die Verkehrssituation.
Der Blick auf die rue Continentale zeigt, wie eine Kommune sich gegen die Verkehrslast wehrt Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Käerjeng bremst den Verkehr aus. Am Dienstag postete Bürgermeister Michel Wolter (CSV) auf Facebook Bilder von neuen Berliner Kissen in der rue Continentale und in der rue de la Chiers in Linger. Dazu schrieb er: „Et ass lo do eriwwer mam Gerenns.“ Im Gespräch mit dem Tageblatt erklärt Wolter, dass es weit mehr als nur um Berliner Kissen gehe: „Es ist ein Gesamtkonzept, um die Verkehrssituation in Käerjeng neu zu gestalten und die Lebensqualität zu verbessern.“ Die Umsetzung hat vor einem Jahr begonnen. Es wurden Viertel abgeschottet, Fahrbahnen verengt und Schwellen platziert. Wolter zufolge wird teilweise auf zeitlich befristete Maßnahmen zurückgegriffen. So soll zum Beispiel die rue de Sélange in Küntzig mit einem Berliner Kissen ausgestattet werden, „bis wir die Straße komplett als Sackgasse ausweisen“.