Extreme Temperaturen
„Fédération des hôpitaux luxembourgeois“ fordert besseren Hitzeschutz für Krankenhäuser
Extreme Hitzewellen stellen Luxemburgs Krankenhäuser vor wachsende Herausforderungen. Die FHL fordert deshalb umfassende Investitionen und bessere Notfallpläne.
Die „Fédération des hôpitaux luxembourgeois“ fordert eine bessere Vorbereitung von Luxemburgs Krankenhäusern bei Hitzewellen Symbolfoto: Hendrik Schmidt/dpa/dpa picture alliance via AFP
Nach den jüngsten Hitzewellen fordert die „Fédération des hôpitaux luxembourgeois“ (FHL) eine bessere Vorbereitung von Luxemburgs Krankenhäusern auf extreme Temperaturen. Wie aus einer Pressemitteilung des Verbands vom Donnerstag hervorgeht, zeigen derartige Hitzeperioden dauerhafte strukturelle und organisatorische Herausforderungen im Gesundheitswesen auf. Betroffen sind laut FHL unter anderem die Steuerung von Patientenströmen, die Sicherung von Kühlketten, angemessene Raumtemperaturen für Patienten und Personal, die Belastbarkeit von Energie- und Klimasystemen sowie die Anpassung technischer Räume.
FHL unterstützt Vorhaben der Ministerin
Um die Sicherheit und die Qualität der Versorgung bei künftigen Hitzewellen weiterhin zu gewährleisten, sind laut FHL strukturelle Maßnahmen notwendig. Der Verband unterstütze den von Gesundheitsministerin Martine Deprez (CSV) angekündigten Plan zur Bewältigung intensiver Hitzewellen. Dieser solle sich auf mehrere zentrale Maßnahmen konzentrieren.
Dazu gehören gezielte Investitionen in die Modernisierung von Klima-, Lüftungs- und Energieversorgungssystemen in Krankenhäusern sowie die systematische Berücksichtigung von Klimaresilienz bei der Planung neuer Krankenhausbauten. Zudem solle die rasche Umsetzung von vorrangigen Schutzmaßnahmen in gefährdeten Krankenhäusern durch spezielle Finanzmittel und Hilfsmechanismen unterstützt werden.
Bessere Notfall- und Krisenpläne
Die FHL fordert außerdem die Stärkung von Notfall- und Krisenplänen für Hitzewellen (einschließlich Schulungen, Ausrüstung und spezieller Einsatzverfahren) sowie einen nationalen Koordinierungsrahmen, um Maßnahmen zwischen den Krankenhäusern besser abzustimmen und die gegenseitige Unterstützung im Krisenfall zu stärken. Der Verband stehe den Behörden zur Verfügung, „um einen konstruktiven Dialog zu führen, Erfahrungsberichte aus der Praxis auszutauschen und gemeinsame Prioritäten festzulegen“. (les)