Hitze

Well done, Regierung? Eine kritische Bilanz der Brutzelwoche in Luxemburg

Luxemburg hat die wohl längste und härteste Hitzewelle seiner Geschichte hinter sich. Vergangene Woche kletterten die Temperaturen auf 41,4 °C. Wir blicken zurück auf eine Woche Extremwetter – und darauf, wie Land und Regierung darauf reagiert haben.

Luxemburg wurde gut durchgegart, in Remich sogar eine neue Rekordtemperatur von 41,4 Grad gemessen

Luxemburg wurde gut durchgegart, in Remich sogar eine neue Rekordtemperatur von 41,4 Grad gemessen Montage: Tageblatt/Louis Elsen

So richtig ernst genommen hatte man ihn bisher ja doch nicht, den Klimawandel. Wird’s halt ein bisschen heißer in Europa, schadet uns ja nichts, bei den ganzen, verregneten Sommern, die wir immer haben. Seit vergangener Woche weiß jeder, was „ein bisschen heißer“ tatsächlich bedeutet. Zur Erinnerung: Aufgrund des Fortschreitens der globalen Erwärmung ist dieser Sommer von allen Sommern, die wir noch erleben werden, aller Voraussicht nach der angenehmste.

Von allen Kontinenten heizt Europa sich laut dem EU-Klimadienst Copernicus übrigens am schnellsten auf. Hitzwellen wie die der vergangenen Woche werden in Zukunft also häufiger und vermutlich auch noch heißer. Vor dem Hintergrund sollte man also erwarten, dass von offizieller Seite ausreichend Vorbereitungen getroffen werden, um die Bevölkerung vor der Hitze zu schützen – soweit das eben möglich ist. Eine kurze Bilanz der vergangenen Woche zeigt: Die Reaktionen sind, gelinde gesagt, verbesserungsfähig. Wenn Sie Schüler, Obdachloser oder Bauarbeiter sind, sollten Sie sich zumindest nicht allzu viel von dieser Regierung erwarten.

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