Max-Ophüls-Festival
Familiengeheimnisse und Hommage an eine Legende: „Die Kleider meines Vaters“ und „L’art du silence“
Familie ist ein kompliziertes Konstrukt. Man kann es sich nicht aussuchen und ob es Paradies oder Hölle ist, liegt an den Beteiligten. In „Anima – Die Kleider meines Vaters“ nimmt Regisseurin Uli Decker die bürgerliche Fassade ihrer Familie auseinander. Ihr Vater war Transvestit. „Die Kunst der Stille“ ist eine Hommage an Marcel Marceau, dessen Familie sein künstlerisches Erbe aufrechterhält. Die Idee zu diesem Film hatte der Sohn eines taubstummen Pantomimen.
„L’art du silence“ ehrt das Werk Marcel Marceaus und lüftet ein Geheimnis Foto: Max-Ophüls-Festival
Manchmal ist nichts, wie es scheint. Nach dem Tod des Vaters bleibt eine geheime Kiste. Der Inhalt: künstliche Fingernägel, hochhackige Pumps und Schminke. Sein Sterbebett ist die Geburtsstunde von „Anima – die Kleider meines Vaters“. Dort erfährt Regisseurin Uli Decker, dass ihre Familie nicht die ist, die sie vorgibt zu sein.