Schengen-Museum
Europamuseum erhält Auszeichnung für ein grenzenloses Erlebnis
Europamuseum in Schengen erhält internationalen Designpreis.
Foto: Editpress/Claude Lenert
Mit der Wiedereröffnung des umfassend renovierten Europamuseums in Schengen hat einer der symbolträchtigsten Orte Europas auch architektonisch eine neue, zeitgemäße Stimme bekommen. Das Projekt für die Neugestaltung des Museums wurde nun international ausgezeichnet: Bei den Archello Awards 2025 erhielt es den Jury Award für „Cultural Interior of the Year“.
Das Architekturbüro „Migliore + Servetto“ aus Mailand erklärt, der Entwurf verstehe das Museum als einen bewusst grenzenlosen Raum. Die Institution sei als offener, durchlässiger und erzählender Organismus konzipiert worden, der Besucher durch eine immersive Ausstellung führt. In Zusammenarbeit mit „Karmachina“ (multimediales Designstudio, ebenfalls aus Mailand, Anm. d. Red.) sei eine räumliche Erzählung entstanden, die die Entwicklung des Grenzbegriffs weltweit nachzeichnet und dabei das Schengener Abkommen sowie dessen globale Auswirkungen ins Zentrum stellt.
Die Auszeichnung würdige nach Angaben der Projektbeteiligten insbesondere die kreative und enge Zusammenarbeit aller Akteure. Genannt werden die Kuratoren von Historical Consulting, die Gemeinde Schengen, das Museumsteam sowie zahlreiche technische Partner. Dass das Projekt gleich zu Beginn des Jahres eine solche internationale Anerkennung erfahre, werde als besondere Bestätigung empfunden. Umso größer sei die Freude darüber, dass das Museumskonzept in der internationalen Designszene auf breite Resonanz stoße. (mago)
Foto: Editpress/Claude Lenert