Düdelingen
Endlich grünes Licht: Kreisverkehr an der A13 bekommt Ampeln
Der Kreisverkehr an der A13 in Düdelingen läuft seit Jahren nicht rund. Fehlende Ampeln sorgen für Staus und gefährliche Situationen. Die Installierung ebendieser verzögerte sich mehrfach. Nun ist jedoch Besserung in Sicht.
Bald sollen die Ampeln den Verkehr regeln – und die Nerven der Fahrer beruhigen Foto: Miguel Moutinho De Sousa
Es ist ein Bild, das den Berufsverkehr morgens und abends in Luxemburg prägt: Stillstand. So auch im Kreisverkehr Düdelingen-Büringen an der Auf- und Abfahrt zur A13. Dabei wurde jener „Rond-point“, immerhin der zweitgrößte im Großherzogtum, gebaut, um den Verkehr zwischen Düdelingen und Bettemburg zu entlasten – vergeblich. Bereits 2024 gab es in den sozialen Medien kritische Stimmen. „Hunn nach ni sou een domme Rond-Point gesinn“, schrieb ein Nutzer auf Facebook. Ein anderer meinte, der „Iergäertchen“ sei im Vergleich eine Oase der Erholung. Ein Grund dafür könnten die fehlenden Verkehrsampeln sein. Damals hieß es von der Straßenbauverwaltung gegenüber dem Tageblatt, diese sollten normalerweise im Laufe des Jahres in Betrieb genommen werden.
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Diese hätten eigentlich von Anfang an den Verkehr regeln sollen – eigentlich. Zwar wurden bei Baubeginn 2016 bereits die Fundamente für die Ampeln eingebaut, diese wurden jedoch nie installiert. Denn: Damals stand das Land im Zeichen der Corona-Pandemie und Lockdowns. Es herrschte weniger Verkehr. Daher habe die Straßenbauverwaltung, wie das Wort bereits 2025 berichtete, die Ampeln nicht installiert, um die Baustelle möglichst schnell fertigzustellen. Bereits im Jahr zuvor sagte der Sprecher der „Ponts et chaussées“ gegenüber dem Wort, man habe schauen wollen, ob der Verkehr auch ohne Ampeln fließen könne.
Die Pandemie endete, der Verkehr erwachte aus dem Lockdown. Phasenweise befuhren bis zu 3.000 Fahrzeuge pro Stunde den Kreisel. Das sorgte nicht nur für lange Rückstaus zu Hauptverkehrszeiten, sondern auch für gefährliche Spurwechsel.
Endlich Entspannung?
Jetzt, fast fünf Jahre nach der offiziellen Eröffnung im April 2021 besteht die Aussicht auf Ordnung im Verkehr. Denn: Voraussichtlich am 14. April sollen die Verkehrsampeln in Betrieb genommen werden, schreibt die Pressestelle der Straßenbauverwaltung auf Tageblatt-Anfrage. Der Bau sei weit fortgeschritten: „Am Wochenende vom 10. bis 12. April wird noch ein Teil des Belages erneuert.“ Auch Induktionsschleifen für die Steuerung der Ampeln sollen dann mit eingebaut werden.
Eigentlich sollten die Ampeln schon längst stehen. Auf die Frage, warum es länger gedauert hat, verweist der Pressesprecher der „Ponts et chaussées“ auf die notwendig gewordene Erneuerung des Belages: „Weil auch Induktionsschleifen mit eingebaut werden, wäre es sinnlos gewesen, die Ampelanlage früher einzubauen.“ Wären diese Streifen bereits vorhanden, hätten sie für die Erneuerung der Fahrbahn entfernt und später wieder eingebaut werden müssen.
Die neue Verkehrinfrastruktur soll bald endlich Abhilfe leisten, um den Kreisel zu entlasten. „Die Ampelanlagen sollen den Verkehrsfluss verbessern und auch für mehr Sicherheit, zum Beispiel beim Spurwechsel, sorgen“, heißt es von der Straßenbauverwaltung. Die Autofahrer in und um Düdelingen müssen letzlich selbst herausfinden, ob der Verkehr nach gut fünf Jahren endlich rund läuft.