Stadtbredimus

Dreifach-Jubiläum: Kult-Weinfest „Picadilly“ lockt Tausende Besucher an die Mosel

Wie unzählige Festveranstalter in Luxemburg musste auch das „Syndicat d’initiative Stadtbredimus“ zwei Jahre auf ihr Weinfest am angestammten Platz auf der „Schleiswiss“ an der Mosel verzichten. Hatte man in den beiden vergangenen Jahren mit dem „Picadilly-on-Tour“ und dem Hop-on-Hop-off-Bus noch eine Alternative gefunden, durfte am Wochenende wieder im beschaulichen Moselort gefeiert werden.

Die Jubiläumsabfüllung des Kultgetränks ging über die Theken wie warme Semmeln

Die Jubiläumsabfüllung des Kultgetränks ging über die Theken wie warme Semmeln Foto: Herbert Becker

Gründe zum Feiern hatte das Team um Präsident Nico Vesque und Vizepräsidentin Stephanie Marx in Hülle und Fülle. Das Wein- und Winzerfest feierte sein 65. Jubiläum, das populäre Sonntagskonzert der „Escher Stadmusek“ fand zum 60. Male statt und das Kultgetränk „Picadilly“ wurde zum 50. Male ausgeschenkt.

Eröffnet wurde der Festreigen mit der, besonders beim jüngeren Publikum beliebten, After-Work-Party am Freitagabend. Rozeen, Thierry Mersch und Hootenanny heizten den Feierfreudigen ordentlich ein – und die tropischen Temperaturen leisteten hierbei ebenfalls einen nicht unerheblichen Beitrag. „Wir hatten schon am Freitag einige Tausend Besucher“, sagt Nico Vesque. „Wir hatten eine ausgezeichnete Stimmung, auch weil wir den Festplatz etwas umgestaltet haben – mit neuem hellem Zelt und einer großen Traverse mit zahlreichen Scheinwerfern auf dem Platz.“ Das würde vor allem den Jüngeren und Junggebliebenen gefallen. „Wie man auch heute am Samstag sieht, ist die ,Young Generation‘ in der Überzahl“, sagt Vesque.

„E gudde Pättche Muselwäin“

Die „Schleiswiss“ allerdings ist in den letzten Wochen offensichtlich zur „Schleis-Wüste“ mutiert. Die anhaltende Trockenheit hat kaum einen Grashalm übriggelassen und die an vielen Füßen beliebten weißen Sneakers haben an den drei Festtagen arg gelitten.

Opener am Samstagabend waren Andrea Galleti und Off Rec. Gegen 21 Uhr füllte sich der Festplatz zusehends – zahlreiche Pendelbusse spuckten im Minutentakt die Besucher aus dem ganzen Land aus. Der Shuttleservice funktioniert reibungslos bis morgens um 4 Uhr. Der auf dem „Kir Royal“ basierende „Picadilly“ erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit und die Jubiläums-Abfüllung ging über die Theken wie die berühmten warmen Semmeln. Wer es gediegener mochte, saß gesellig im gemütlichen, Schatten spendenden Weingarten bei einem Glas Crémant oder genoss ein „Pättche Wäin“ von der Genossenschaftskellerei Vinsmoselle oder dem „Domaine Cep d’Or“, die gemeinsam eine umfangreiche Weinauswahl offerierten. Damit auch das leibliche Wohlergehen nicht zu kurz kommt, konnte man sich im großzügig bestückten Foodtruck Village bedienen.

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Jeanny und René aus Ehleringen genießen einen lauen Sommerabend an der Mosel
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Jeanny und René aus Ehleringen genießen einen lauen Sommerabend an der Mosel
Charlotte aus Perl und Lisa aus Esch sind Fans des süffigen Getränks
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Charlotte aus Perl und Lisa aus Esch sind Fans des süffigen Getränks
Die Schatten spendenden Plätze waren an allen Tagen sehr begehrt
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Die Schatten spendenden Plätze waren an allen Tagen sehr begehrt

Fleißige Helfer rund um die Uhr

Wenn am Sonntagmorgen um 4 Uhr die letzten Besucher den Heimweg antreten, liegt man beim Veranstalter noch lange nicht in den Federn. Rund 70 Helferinnen und Helfer sind hier während der Festtage im Dauereinsatz, dazu kommen noch einige Tage ehrenamtliches Wirken beim Auf- und Abbau. Fleißige Hände säubern Platz und Stände und bestuhlen das große Zelt für das alljährlich freudig erwartete Konzert der „Escher Stadtmusek“. Traditionell gehört der Sonntag den Familien. Jung und Alt geben sich hier ein Stelldichein. Zum Festjubiläum gab es am Sonntag dann auch ein Gast-Jubiläum. Das Orchester aus der Minettemetropole gastierte zum 60. Mal an der Mosel und die Veranstalter aus Stadtbredimus überreichten zum Dank für die langjährige Treue und Freundschaft eine liebevoll restaurierte Weinkelter, die man in den nächsten Tagen nach Esch bringen wird.

„Wir sind heilfroh, dass unser Fest nach den letzten beiden Jahren nicht in Vergessenheit geraten ist und es offensichtlich nichts von seiner Popularität eingebüßt hat“, resümiert Nico Vesque die Jubiläumsauflage. Der Präsident begrüßt ein Ehepaar aus den Niederlanden. „Stammgäste seit vielen Jahren“, erklärt er. „Die waren nach ihrem ersten Besuch hier an der Mosel derart begeistert von unserem Fest, dass sie das zu Hause in ähnlicher Form ins Leben gerufen haben.“ Sie trägt ein T-Shirt mit dem Aufdruck: „I need a HUGe glass of Wine“…

Na dann, ad multos annos!

Nico Vesque und Stephanie Marx und ihr Team konnten viele Tausend Besucher zur kultigen Weinfete an der Mosel willkommen heißen

Nico Vesque und Stephanie Marx und ihr Team konnten viele Tausend Besucher zur kultigen Weinfete an der Mosel willkommen heißen Foto: Herbert Becker

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