Tageblättchen
Was machen Bürgermeister und Lehrer?
Auf der Kinderseite des Tageblatt entdecken Kinder in Luxemburg jede Woche Neues. In der aktuellen Ausgabe lernen wir Christophe, den Lehrer, kennen. Das „Zentrum fir politesch Bildung“ erklärt uns, was ein Bürgermeister macht.
Bürgermeister oder Bürgermeisterin: ein wichtiger Job. Aber was macht er/sie?
vom „Zentrum fir politesch Bildung“
Illustration: marcwilmes.com
Wer entscheidet eigentlich in deiner Gemeinde? Und wie entstehen diese Entscheidungen?
Bestimmt ist dir das Rathaus in deinem Wohnort oder in deinem Nachbarwohnort schon aufgefallen. Hier trifft sich regelmäßig der Gemeinderat. Das ist eine gewählte Gruppe von Menschen aus der Gemeinde. Sie besprechen Ideen, planen Projekte und suchen Lösungen. Alle Gemeinderatsmitglieder sagen ihre Meinung und treffen Entscheidungen.
Illustration: marcwilmes.com
Die Anzahl der Gemeinderatsmitglieder hängt von der Einwohnerzahl der Gemeinde ab. In einer Gemeinde mit weniger als 1.000 Einwohnern und Einwohnerinnen besteht der Gemeinderat aus sieben Mitgliedern. In Luxemburg-Stadt wohnen ungefähr 136.000 Menschen, deshalb sind 27 Mitglieder im Gemeinderat. Aber jede Gemeinde hat immer nur einen Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin.
Illustration: marcwilmes.com
Der Bürgermeister oder die Bürgermeisterin ist zwar der Chef/die Chefin des Gemeinderates, aber er/sie entscheidet nicht allein. Er/sie hilft zu organisieren und zu planen, arbeitet mit vielen Leuten zusammen, trifft die Menschen in der Gemeinde, spricht mit ihnen und hört ihnen zu. In den Gemeinderatssitzungen gibt er/sie ihre Wünsche und Sorgen an den Gemeinderat weiter: zu viel Verkehr, kaputte Straßen, zu wenig Spielplätze. Er/sie setzt sich dafür ein, dass die Gemeinde ein guter Ort zum Leben ist.
Weitere Erklärungen in diesem Video.
Zwei Fragen für dich:
Weißt du, wie der Bürgermeister/die Bürgermeisterin deiner Gemeinde heißt?
Du als Bürgermeister oder Bürgermeisterin: Was möchtest du in deiner Gemeinde ändern?
Illustration: marcwilmes.com
Dürfen wir vorstellen? Christophe Demart, der Professor
von Carole Theisen
Foto: Carole Theisen
Der Morgen beginnt auf zwei Rädern. Christophe fährt mit dem Fahrrad zur Schule. Noch ist es ruhig. Doch bald füllen sich die Flure mit Stimmen, Lachen und manchmal auch ein bisschen Chaos.
Foto: Carole Theisen
Christophe ist Lehrer im Lycée Michel Lucius auf Limpertsberg. Er unterrichtet Deutsch. Aber sein Beruf ist viel mehr als nur vor der Tafel stehen und erklären.
Bevor der Unterricht beginnt, schaut er zuerst auf seinen Computer. Dort warten Nachrichten: von Schülern, Eltern, anderen Lehrern oder der Direktion. Fragen, Probleme, kleine Geschichten aus dem Schulalltag. Dann geht es ins Klassenzimmer. Projektor an, Material bereit – und schon kommen die Schülerinnen und Schüler herein. Im Unterricht erklärt Christophe neue Themen, liest Texte mit der Klasse oder verteilt kleine Aufgaben.
Doch jede Klasse ist anders. Manche verstehen den Stoff schneller, andere brauchen mehr Zeit.
Foto: Carole Theisen
Christophe muss gut überlegen: Was sollen die Kinder heute lernen? Und wie kann er es so erklären, dass es spannend bleibt? „Mein Ziel ist, dass die Stunde schnell vergeht, weil alle so konzentriert und vor allem interessiert sind“, sagt er.
Nach dem Unterricht ist sein Tag noch lange nicht vorbei. Jetzt beginnt die Arbeit hinter den Kulissen. Er liest wieder Nachrichten, plant Ausflüge oder hilft bei der Lösung von Problemen in seiner Klasse. Denn er ist auch Klassenlehrer („régent“).
Régent
Ein Lehrer, der sich besonders um eine Klasse kümmert und Ansprechpartner für viele Fragen ist.
Dann kommt ein Teil, den viele Kinder nicht sehen: vorbereiten und verbessern. Christophe plant neue Stunden, sucht Texte aus und überlegt sich Aufgaben. Und er korrigiert Hefte und Prüfungen. Das braucht Zeit – und Geduld. Doch genau das macht seinen Beruf besonders: Kein Tag ist wie der andere.
Und das Schönste? Wenn ein Schüler plötzlich sagt: „Was, schon vorbei?“ Dann weiß Christophe: Heute hat das Lernen Spaß gemacht.
Kinder-Kalender
Der Frechdachs hält Ausschau nach tollen Aktivitäten für Kinder Bild: Editpress
Naturausflug
Wann? Freitag, den 1. Mai, 9.30 bis 14.00 Uhr
Wo? Parkplatz Friedhof (2, rue du cimetière, L-9012 Ettelbrück)
Was? „natur&ëmwelt“ lädt zur traditionellen Wanderung am 1. Mai ein, gemeinsam mit der Stiftung „Hëllef fir d’Natur“. Der Spaziergang für die ganze Familie führt zur Ditgesbaach. Wer teilnimmt, soll ein Picknick einpacken. Weitere Informationen gibt es unter naturemweltasbl.lu.
Rollenspiel-Atelier
Wann? Samstag, den 2. Mai, 15.00 bis 17.00 Uhr
Wo? Casino – Forum d’art contemporain Luxembourg (41, rue Notre Dame, L-2240 Luxemburg)
Was? Kinder von 6 bis 12 Jahren können im Casino in Luxemburg-Stadt ihre eigene Welt erschaffen: In einem Atelier schlüpfen sie in unterschiedliche Charaktere und Kostüme. Sie erfinden gemeinsam eine Geschichte – und spielen darin die Hauptrolle. Die Teilnahme kostet 6 Euro. Eine Anmeldung via casino-luxembourg.lu ist erforderlich.
Clown-Theater
Wann? Sonntag, den 3. Mai, 11.00 bis 11.50 Uhr
Wo? Mierscher Theater (53, rue G.-D. Charlotte, L-7520 Mersch)
Was? Bakéké ist eine Clown-Show mit Fabrizio Rosselli. Der tritt mit Strohhut und 60 grünen Plastikeimern auf. Was er damit anstellt? Findet es heraus! Das Stück richtet sich an Kinder ab 6 Jahren. Es kommt ohne Worte aus. Karten gibt es unter mierschertheater.lu. Erwachsene zahlen 14 Euro, Kinder 7 Euro.