Atemwegserkrankungen
Die Zahlen gehen zurück. Ist Luxemburg über den Grippeberg?
Die Fälle von RSV und Grippe gehen zurück, auch die Konzentration von Covi-19 im Abwasser nimmt ab. Ist das große Winterhusten vorbei?
Medikamente und eine Kanne und Tasse Tee zur Bekämpfung einer Erkältung sind auf einem Nachttisch aufgestellt Foto: Bernd Weißbrod/dpa
Die Grippewelle in Luxemburg bekommt einen kleinen Dämpfer: In der vierten Kalenderwoche des Jahres (19. bis 25. Januar) wurden 740 Influenzafälle gemeldet – nach 872 in der Vorwoche. Das ist ein Rückgang um 15 Prozent. Damit gehen die Zahlen bereits die zweite Woche in Folge zurück, die Zirkulation bleibt laut Gesundheitsministerium aber weiterhin auf hohem Niveau.
Fast alle getesteten Fälle entfielen dabei auf Influenza A (99,9 Prozent), Influenza B spielte mit 0,1 Prozent praktisch keine Rolle. Das Ministerium erinnert daran, dass die Grippeimpfung weiterhin möglich ist. Sie wird empfohlen vor allem für Menschen ab einem Alter von 65 Jahren, die ein erhöhtes Risiko für Komplikationen haben.
RSV ebenfalls rückläufig
Auch beim Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) sind die Zahlen rückläufig: Die Labore bestätigten 125 Fälle, nach 145 in der Vorwoche (minus 14 Prozent). Seit Oktober 2025 betreffen 58 Prozent der RSV-Infektionen Kinder unter zehn Jahren.
Bei Covid-19 zeigt der Trend hingegen nach oben. Die Zahl der positiven SARS-CoV-2-Tests stieg von 65 auf 88 Fälle (plus 35 Prozent). Gleichzeitig ist die Viruskonzentration im Abwasser laut Ministerium leicht gesunken. Bei den zuletzt verfügbaren Sequenzierungsdaten dominieren die Varianten XFG (45,5 Prozent), XFG.3 (26,7 Prozent) und NB.1.8.1 (18,2 Prozent).
Im direkten Vergleich mit dem Vorjahr steht Luxemburg überdies sehr gut da. Die Zahl der Grippefälle lag im Januar 2025 gut dreimal so hoch wie dieses Jahr.

Vergangenes Jahr lagen die Infektionszahlen wesentlich höher Grafik: Direction de la santé