Im Griff des Nationalsozialismus

Die NS-Frauenorganisationen im besetzten Luxemburg

Im Deutschen Reich gehörten Millionen von Frauen der NS-Frauenschaft (NSF) und/oder dem Deutschen Frauenwerk (DFW) an. Die beiden NS-Frauenorganisationen hatten eine fundamental wichtige Aufgabe im NS-Regime: die politisch-ideologische Indoktrination der Frauen, die zu treuen Nationalsozialistinnen, Hausfrauen und Müttern erzogen werden sollten. Infolge der NS-Besatzung richtete sich das Blickfeld beider NS-Frauenorganisationen auch auf die Luxemburgerinnen.

Die sogenannte „Reichsfrauenführerin“ Gertrud Scholtz-Klink bei ihrer Ankunft in Luxemburg am 21. Oktober 1941

Die sogenannte „Reichsfrauenführerin“ Gertrud Scholtz-Klink bei ihrer Ankunft in Luxemburg am 21. Oktober 1941 Foto: Bundesarchiv/Associated Press

Am 1. Oktober 1931 wurde die NS-Frauenschaft gegründet. 1934 übernahm Gertrud Scholtz-Klink die Leitung der NSF, welche ein Jahr später zu einer Gliederung der NSDAP wurde. Die NSF wurde als Eliteorganisation konzipiert. Zur Wahrung dieses Elitecharakters konnten ab 1936 nur noch Frauen ab 21 Jahren, die sich über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren in anderen NS-Organisationen bewährten, der NSF beitreten. Der NSF unterstand das 1933 gegründete DFW. Beide NS-Frauenorganisationen waren wie die NSDAP in Gaue, Kreise, Ortsgruppen, Zellen und Blöcke gegliedert und wurden von den jeweiligen Frauenschaftsleiterinnen in Personalunion geführt.

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