Inklusion

Die Frage nach einer Bus-Begleitperson für Menschen mit Behinderung entscheidet über Leben und Tod

Menschen mit Behinderung werden meist mit dem Bus zur Schule oder zur Arbeit in einer Inklusionswerkstatt gebracht. Unterwegs sind sie alleine mit dem Busfahrer – der in Situationen geraten kann, die ihn überfordern. Besorgte Eltern und Gewerkschaften fordern schon länger eine geschulte Begleitperson während des Transports. Doch Familien-, Mobilitäts- und Bildungsministerium werden sich nicht einig. Und nehmen sich Zeit, die manch andere nicht haben.

Unterwegs in die Inklusionswerkstatt oder die Schule sind Busfahrer alleine mit Menschen mit Behinderung. Dabei kommen sie regelmäßig in Situationen, für die sie weder geschult wurden, noch die Verantwortung tragen sollten.

Unterwegs in die Inklusionswerkstatt oder die Schule sind Busfahrer alleine mit Menschen mit Behinderung. Dabei kommen sie regelmäßig in Situationen, für die sie weder geschult wurden, noch die Verantwortung tragen sollten. Foto: Editpress-Archiv

Erst gestern musste der kleine Tristan Loutsch per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Er hat einen epileptischen Anfall im Bus erlitten und es war niemand da, der ihm schnellstmöglich sein Medikament hätte verabreichen können. „Wir fangen wieder genauso an, wie wir vor den Sommerferien aufgehört haben“, sagt sein aufgelöster Vater im Telefongespräch mit dem Tageblatt. Beim ersten Interview am frühen Donnerstagnachmittag war noch alles in Ordnung. Seine Angst, seinen Sohn wieder in den Bus zu setzen, hat sich nur wenige Stunden später bestätigt.

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