Tier des Tages
Die Amsel: Einer der häufigsten Singvögel in unseren Siedlungen
Gemeinsam mit dem „Centre de soins pour la faune sauvage“ stellt das Tageblatt während der Sommerferien heimische Wildtiere vor und zeigt, wie verletzte oder geschwächte Tiere in der Pflegestation versorgt werden. Heute geht es um die Amsel (Turdus merula).
Die Amsel zählt zu den bekanntesten Vögeln unserer Breiten Foto: Centre de soins pour la faune sauvage
Wohl einer der gängigsten Vögel in unseren Breiten, den jeder schon einmal gesehen und gehört hat. Erkennungsmerkmale sind vor allem der gelb-orangene Schnabel (und ein gleichfarbiger Ring um das Auge) sowie das schwarze (bei Männchen) bzw. dunkelbraune (bei Weibchen) Federkleid.
Junge Amseln haben hingegen ein braun gemustertes Gefieder, das sie beim sogenannten „Mausern“ in ihrer Jugend gegen das erwachsene Erscheinungsbild austauschen.
Die Amsel ist ein sogenannter „Kulturfolger“. Bereits im 19. Jahrhundert ist sie aus den Wäldern in die menschlichen Siedlungsgebiete vorgerückt – vornehmlich in die Parks und Gärten.
In Luxemburg sind geschätzte 30.000 bis 60.000 Brutpaare zu finden. Interessant ist die Variation der Bevölkerung, von der ein Teil saisonal den Winter im Mittelmeerraum verbringt, während Tiere aus Nord- und Osteuropa die kalte Jahreszeit in Luxemburg verbringen.
Wie weit verbreitet Amseln sind, zeigt sich auch an den deutlich über 100 Tieren, die jedes Jahr beim „Centre de soins pour la faune sauvage“ in Düdelingen abgegeben werden. Dass sich dies auf die Sommermonate konzentriert, liegt einerseits an der Brutzeit, andererseits aber auch am menschlichen Verhalten: Im Winter sind die Menschen weniger draußen unterwegs und finden somit auch seltener verletzte Tiere.