Milder Wetterumschwung

Der Winter zieht sich vorerst zurück

Mit dem Durchzug einer Warmfront ist die Kälteperiode, die seit Weihnachten anhielt, zu Ende gegangen. Statt Frost und Schnee rücken in den kommenden Tagen mildere Temperaturen und ein wechselhafter Wettercharakter in den Vordergrund. Bei Winterfreunden kommt eine bestimmte Frage auf: War das bereits das letzte Kapitel des Winters?

Letzte Schneereste auf grünem Frühlingsrasen vor dem vollständigen Frühjahrsauftauwetter

Die letzten Schneereste werden in den kommenden Tagen verschwinden Foto: Editpress-Archiv/Marcel Nickels

Die Großwetterlage stellt sich wieder auf ein bekanntes Muster um. Tiefdruckgebiete über dem Atlantik bestimmen das Geschehen, während sich über Mitteleuropa nur gelegentlich kurzlebige Zwischenhochs bemerkbar machen. Diese Konstellation lenkt milde Luftmassen aus Südwesten und teils auch aus dem Mittelmeerraum nach Luxemburg. Kleinere Kaltluftvorstöße sind zwar weiterhin möglich, spielen aber vorerst keine entscheidende Rolle mehr.

In den nächsten Tagen ziehen immer wieder Tiefdruckausläufer durch, die zeitweise Regen bringen. Dauerhaft nass wird es jedoch nicht. Auf Regenphasen folgen meist trockenere Abschnitte, zwischendurch kann sich auch die Sonne zeigen. Bereits am Dienstag lässt der Regen nach, am Mittwoch bringt eine weitere Front vorübergehend Niederschläge, bevor es in der zweiten Tageshälfte wieder ruhiger wird. Auch Richtung Wochenende bleibt das Wetter wechselhaft, ohne größere Überraschungen.

Temperaturen steigen deutlich an

Mit der neuen Luftmasse verabschiedet sich Luxemburg aus dem Dauerfrost, die Temperaturen klettern im Laufe der Woche spürbar nach oben. Bereits am gestrigen Montag wurden Höchstwerte zwischen 5 und 7 Grad erreicht, in den Abendstunden sogar leicht darüber. Am Dienstag und Mittwoch steigen die Maxima weiter an und bewegen sich meist zwischen 6 und 9 Grad. In der zweiten Wochenhälfte könnten vereinzelt sogar Temperaturen um oder knapp über 10 Grad erreicht werden.

Auch die Nächte verlaufen deutlich milder als noch in den vergangenen Wochen. Luftfrost ist vorerst kein Thema mehr, also ergibt sich ein ungewohntes Bild nach den teils strengen Nächten seit Weihnachten.

Rückblick: Zwei kurze Schneephasen

Mit dem aktuellen Wetterumschwung endet auch die zweite nennenswerte Schneephase dieses Winters. Anfang Januar brachte ein erstes Schneefallereignis den Hochlagen rund 10 Zentimeter Schnee, während tiefer gelegene Regionen weitgehend leer ausgingen. Die zweite Phase folgte wenige Tage später im Zusammenhang mit dem Sturmtief „Elli“. Besonders im Norden Luxemburgs kamen dabei über 10 Zentimeter Schnee zusammen, in Grenznähe zur belgischen Eifel lokal sogar mehr als 20 Zentimeter. Es war die bislang höchste Schneedecke dieses Winters.

Der Übergang aus dieser Winterphase verlief typisch: Gefrorene Böden und eine kalte Luftschicht in Bodennähe trafen auf mildere Luft in der Höhe, was lokal zu Glatteis führte. Anders als im Januar 2024 blieb die Situation diesmal jedoch deutlich weniger gravierend. Mit dem weiteren Temperaturanstieg wandelte sich der Niederschlag im Verlauf des Tages rasch in gewöhnlichen Regen um.

Ist der Winter damit vorbei?

Ein Blick in die längerfristigen Modellrechnungen liefert noch keine eindeutige Antwort. Während einige Läufe des amerikanischen Wettermodells gegen Ende Januar erneut winterliche Impulse andeuten, bleiben diese Signale bislang inkonsistent. Das europäische Modell zeigt überwiegend milde Varianten, schließt aber einen erneuten Kaltluftvorstoß aus Osten nicht vollständig aus.

Klar ist: Der meteorologische Winter dauert noch bis Anfang März. Auch wenn sich der Winter derzeit zurückzieht, bleibt die Tür für weitere winterliche Episoden noch offen. Ob und wann sie sich öffnen wird, ist allerdings noch völlig ungewiss.

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