Unfall vor 45 Jahren
Der Tag, an dem der Düdelinger Sendemast zerbrach
Eine belgische Militärmaschine, ein zerstörter Sendemast und drei Todesopfer: Was am 31. Juli 1981 auf dem Ginzebierg geschah, schockte Luxemburg. Rund 65 Kinder entgingen nur knapp der Katastrophe.
Der heutige Düdelinger Fernsehturm ist genau 285 m hoch, vor dem Unfall 1981 waren es sogar 45 Meter mehr Foto: Editpress/Alain Rischard
Ein gewaltiger Knall erschütterte am 31. Juli 1981 gegen 13.30 Uhr den Ginzebierg bei Düdelingen. Eine Aufklärungsmaschine der belgischen Luftwaffe war in den RTL-Sendemast gerast und hatte ihn durchtrennt. Der obere Teil der 330 Meter hohen Stahlkonstruktion stürzte zu Boden. Drei Menschen kamen ums Leben.
Bei der Maschine handelte es sich um eine Mirage 5BR. Warum der Pilot von seiner Route abkam und mit dem weithin sichtbaren Sendemast kollidierte, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Das Wetter war schlecht, die Wolken hingen tief über der Gegend. Auch ein Navigationsfehler wurde als mögliche Ursache genannt.