Luxemburg-Stadt

Keine Zukunft für Kultort im Bahnhofsviertel – Gemeinde lehnt Erwerb von Gebäudekomplex ab

Patrick Goldschmidt (DP) hatte es bereits angekündigt, nun scheint das Schicksal eines einstigen Kultorts im Bahnhofsviertel vorerst besiegelt: Die Stadt kauft den Gebäudekomplex an der Hollericher Straße nicht und zeigt sich mit dieser Entscheidung zufrieden.

Einst wurde dort gefeiert, inzwischen stehen die Lokale im Erdgeschoss aber größtenteils leer

Einst wurde dort gefeiert, inzwischen stehen die Lokale im Erdgeschoss aber größtenteils leer Foto: Editpress/Julien Garroy

„Das Problem ist, dass der Platz zum Großteil verkommt, weil ein Teil der Lokale geschlossen ist. Es sieht nicht mehr belebt aus und dementsprechend ist es ein Zufluchtsort für Leute ohne Dach über dem Kopf“, stellte David Wagner („déi Lénk“) am Montag im hauptstädtischen Gemeinderat fest. Dabei bezog sich das Ratsmitglied auf einen Gebäudekomplex an der rue de Hollerich 42 bis 44 im Bahnhofsviertel, in dem einst bekannte Lokale wie das „Choco“ und die „Marx Bar“ untergebracht waren.

Vor der Sommerpause rückte der einstige Kultort in den Fokus, als Barbara Agostino (DP) auf den Verfall des Geländes aufmerksam machte. Die DP-Politikerin besitzt vier Lokale in dem Gebäudekomplex und machte Ende Juni im Tageblatt auf Sicherheits- und Sauberkeitsprobleme aufmerksam. Als Präsidentin der Miteigentümerschaft nahm sie die Stadt in die Verantwortung und schlug vor, dass die Gemeinde das Gelände kaufen und dort etwa ein Café und Sitzbänke einrichten könnte.

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