Justizapparat

Der Justiz mangelt es an Platz und Personal

Der Justiz mangelt es an Platz und Personal

Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Die Sorgen der Justiz werden auch im Jahr 2026 weitgehend dieselben bleiben. Das wurde am Mittwochabend beim Neujahrsempfang in der „Cité judiciaire“ deutlich. Es geht vor allem um den Mangel an Richtern.

„Seit Monaten haben wir in fast allen Körperschaften offene Stellen, weil wir keine Magistraten ernennen können, um diese Posten zu besetzen. Das führt dazu, dass wir nicht vollständig einsatzfähig sind“, betonte der Präsident des Obersten Gerichtshofs, Thierry Hoscheit. Auch der Platzmangel in der „Cité judiciaire“ wurde erwähnt oder, dass man bei der Digitalisierung weiterhin hinterherhinke. Es wurden jedoch auch positive Entwicklungen hervorgehoben. Zum Beispiel die 42 neuen Magistraten im vergangenen Jahr, die mit dazu beitragen sollen, dass die Zahl bis September 2026 auf 370 steigt. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass auch ausreichend Kandidaten gefunden werden, so Generalstaatsanwalt John Petry. (mago)

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2 Kommentare
Yves ALTWIES 08.01.202619:22 Uhr

Man sollte in Anbetracht des andauernden Mangels an Kandidaten die Einstellung von geschulten franzoesichen, belgischen u. deutschen Kandidaten in Betracht ziehen. Der noch von Gambia stammende Vorschlag, gegebenenfalls auf luxemburger Nichtjuristen zurueckzugreifen, ist hoffentlich vom Tisch...
Ein nicht unwesentlicher Vorteil der vorgeschlagenen Vorgehensweise, waere die Tatsache dass unsere Nachbarn, Frankreich auf jeden Fall, angehende Richter, anders als bei uns, spezifischer schult (Écoles de magistrature etc. )
Warum sollten ausgebildete, auslaendische Richter ihren auf die Verfassung etc., zu leistenden Eid, weniger
Folge leisten als Luxemburger Kollegen? Die Prozedur verlaeuft ausserdem sowieso meistens in franzoesischer Sprache.

Manfred Reinertz Barriera 08.01.202617:38 Uhr

Es gibt doch genug Jurastudenten, also wo liegt das Problem bei der Knete wohl auch nicht, da gibt es auch genug Anreiz, also sollte die zuständige Ministerin sich darum kümmern, deshalb wir sie ja auch fürstlich bezahlen: also liefern bitte...oder ist die Karriere als Rechtsanwalt besser dran für Jurastudenten in Sachen Knete?

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