Roberto Traversini schuldig gesprochen

Verurteilung in erster Instanz: Haft, Geldstrafe und fünf Jahre kein öffentliches Amt

Der ehemalige Differdinger Bürgermeister Roberto Traversini wurde am Donnerstagmorgen wegen mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten in der Gemeindeverwaltung sowie im Zusammenhang mit der Beschäftigungsinitiative CIGL in erster Instanz verurteilt.

Roberto Traversini und Lebensgefährtin vor Gericht nach Urteil, Anwälte sprechen im Hintergrund, Rechtsstreit Szene

Roberto Traversini und seine Lebensgefährtin vor Gericht: nach dem Urteilsspruch ließen sie ihre Anwälte sprechen Grafik: Kim Kieffer

Das Gericht sprach den früheren Differdinger Bürgermeister und ehemaligen Abgeordneten Roberto Traversini (Grüne) am Donnerstagmorgen in den Hauptanklagepunkten schuldig. Es verurteilte Traversini in erster Instanz zu drei Jahren Haft auf Bewährung und zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro. Zudem darf er während fünf Jahren kein öffentliches Amt bekleiden.

Zum Urteil sagte Traversinis Anwalt Me Grasso, das Gericht habe das von der Staatsanwaltschaft geforderte Strafmaß auf das gesetzlich mögliche Minimum festgesetzt. Gleichzeitig blieben für ihn und seinen Mandanten Fragen offen, vor allem mit Blick auf den Freispruch in Bezug auf den Vorwurf der Fälschung. „Entscheidend wird jetzt die schriftliche Urteilsbegründung sein. Wir müssen das Urteil zunächst im Detail lesen und analysieren. Erst danach können wir beurteilen, ob eine Berufung sinnvoll ist.“ Eine Entscheidung über eine Berufung falle daher nicht sofort.

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