Literatur

Der Blick zurück: „Der unterbrochene Wald“ von Georges-Arthur Goldschmidt

In „Der unterbrochene Wald“ wendet sich Georges-Arthur Goldschmidt Kindheits- und Jugenderinnerungen zu. Seine Entwurzelung thematisiert der Autor dabei meisterhaft durch die Beschreibung der Orte, an denen er Teile seines Lebens verbracht hat.

Die Familie Goldschmidt war bereits im 19. Jahrhundert zum Protestantismus konvertiert – trotzdem mussten Georges-Arthur Goldschmidt und sein Bruder Erich ihre Kindheit und Jugend im Exil verbringen, da sie während der NS-Zeit als Juden verfolgt wurden

Die Familie Goldschmidt war bereits im 19. Jahrhundert zum Protestantismus konvertiert – trotzdem mussten Georges-Arthur Goldschmidt und sein Bruder Erich ihre Kindheit und Jugend im Exil verbringen, da sie während der NS-Zeit als Juden verfolgt wurden Symbolbild: Pixabay

„Es gibt Reisen, die man besser unterläßt, kehrt man dahin zurück, beginnt der Abschied.“ Wie ein Meteor schlägt dieser Satz ein in die Erinnerungslandschaft, die Georges-Arthur Goldschmidt in seinem nun erstmals auf Deutsch übersetzten Werk „Der unterbrochene Wald“ entfaltet. Das Büchlein, das gerade einmal 133 Seiten umfasst, erschien 1991 im Original bei Editions du Seuil unter dem Titel „La forêt interrompue“. Seine Übersetzung übernahm niemand anderes als der Nobelpreisträger Peter Handke. Die deutsche Ausgabe des Romans erscheint knapp neun Monate, nachdem der 93-Jährige mit „Der versperrte Weg“ für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

„Léa ou la Théorie des systèmes complexes“

Ian De Toffoli erhält den „Prix Servais“ 2026

„Prix Laurence 2026“

Bettemburg zeichnet junge Literaturtalente aus

;