Rezension
Für immer ein Heimatloser: „Der versperrte Weg“ von Georges-Arthur Goldschmidt
Georges-Arthur Goldschmidt ist einer der Autoren, die es dieses Jahr auf die Longlist des Deutschen Buchpreises geschafft haben. In die Shortlist wurde sein Werk „Der versperrte Weg: Roman des Bruders“ jedoch nicht aufgenommen. Schade? Nein, denn der Roman porträtiert zwar auf nuancierte Weise die Identitätskonflikte eines Deutschen mit jüdischer Herkunft, bietet erzählerisch jedoch nichts Neues. Die kleine Sphäre des Vereinzelt-Individuellen verlässt das Werk nicht – es bleibt bei der einfachen Nacherzählung einer Lebensgeschichte.
Georges-Arthur Goldschmidt: „Der versperrte Weg. Roman des Bruders“, Wallstein Verlag, Göttingen, 2021, 111 Seiten, 21 Euro Coverbild: Wallstein Verlag